Sehr geehrte Medienpartner_innen,

nach dem erhöhten Entscheidungsdruck der letzten Tage sind wir in den Verhandlungen mit der GGG zu einer Übergangslösung gekommen. Morgen soll ein Vertrag über das Gebäude Reitbahn- Ecke Gustav-Freytag-Strasse unterzeichnet werden, der den ersten Monat Mietfreiheit und ein Vertragsrücktrittsrecht bis Mitte August beinhaltet. Für uns Zeit für weitere Verhandlungen und die
Planung unseres Projektes.
Nachdem die Vertragsverhandlungen mit der GGG anfänglich vielversprechend waren, schienen sie zu Wochenbeginn in einer Sackgasse geraten zu sein. Zum einen hatten sich die Verhandlungen aus unserer Sicht viel zu früh auf das Objekt “Kinderkaufhaus” verengt und zum anderen sind die die Vertragsbedingungen, die von der GGG an das Haus Reitbahn- Ecke Gustav-Freytag-Strasse
geknüpft wurden, von uns in der kürze der Zeit nicht abzuschätzen. In der Übergangsfrist wird all dies nochmals zu überdenken und zu diskutieren sein.
Beim heutigen Bürgergespräch mit der Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig versicherte sie uns ihre Sympathie. Es habe einige gegeben, die die Räumung gewollt hätten und die sie zurückhalten
musste, so die Oberbürgermeisterin. Sie lobte unser Engagement und unsere Standortwahl, war aber nicht wirklich über den aktuellen Stand der Verhandlungen mit der GGG informiert. Unsere
Aussage, die Vertragskonditionen seien nicht so günstig wie bei den modellhaften “Wächterhäusern” in Leipzig, überraschte die Oberbürgermeisterin. Wenn sie auch nicht in laufenden Geschäftsbetrieb der GGG eingreifen könne, so sicherte sie doch Unterstützung in den weiteren Verhandlungen zu.

Der Leiter des Stadtplanungsamtes Börries Butenop, hatte uns schon am Vortag in der “Kämpfer_in” besucht und uns mitgeteilt, dass unser Engagement im Stadtteil durchaus gewollt ist und dass er uns eine Liste mit Ausweichquartieren zur Verfügung stellen wird, bei denen die Stadt ein Interesse daran hat, sie durch Nutzung zu erhalten. Weiterhin sagte er, dass die Idee der “Wächterhäuser” aus Leipzig auch in Chemnitzer Behördenstuben gut ankam, sich jedoch keine “Wächter” meldeten. Nun sind wir da.

Das Stadtplanungsbüro “Complizen” aus Berlin und Halle meldete sich bei uns, weil es von der Stadt beauftragt wurde, gerade das “Reitbahnviertel” zu “entwickeln”. Wir könnten darin eine
gewichtige Rolle als sozial-identifikatorischer Brennpunkt spielen.
Ebenso viel Sympathie konnten wir von der Kulturbürgermeisterin Heidemarie Lüth empfangen.
Die SPD-Fraktion besuchte uns und Bundestagsmitglied Detlev Müller kündigte sein Engagement in der Sache an.
Kurz, wir befinden uns in anbrechenden politischen Gesprächen und werden die nächste Zeit nutzen, um mit Stadtplanung, Kulturamt, Jugendamt und sonstigen Partnern Rücksprache zu halten.

Initiative Eberhard Weber




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