Hausbesetzung Chemnitz: Verschlungene Pfade

Schwierige Verhandlungen mit GGG um Alternativgebäude
Nach einem sehr sehr schönen Veranstaltungswochenende herrschte am gestrigen Montag großer Stress unter den Besetzer_innen a.k.a. Raumpionier_innen, denn Gespräche mit der GGG standen
an. Nachdem die kommunale Gebäudewirtschafts GmbH in der letzten Woche mit Alternativvorschlägen für den “Kämpfer” aufgewartet hatte, konzentrierten sich die Verhandlungen in den letzten Tagen auf ein leerstehendes Kaufhaus im selben Viertel an der Ecke Reitbahnstraße/Gustav-Freytag-Straße, ein riesiges leerstehendes Haus mit zwei Verkaufsetagen.
Die ersten Offerten bezüglich dieses Gebäudes waren recht attraktiv und ein Vertragsentwurf wurde für Donnerstag Mittag in Aussicht gestellt. Diese Frist ließ die GGG verstreichen und schob die
Übergabe des Entwurfs bis Freitag Mittag auf. Auch da warteten die Raumpionier_innen zuerst vergeblich auf ihren Verhandlungspartner, den GGG-Pressesprecher Stefan Reisz (süße 40), der sich
erneut Geduld erbat. Erst am frühen Freitagnachmittag erreichten die so dringenden Papiere die Verhandlungspartner_innen. Seit dem beugten sich die Kämpfer_innen ächzend über die Papiere,
vor allem unter dem aktuellen Druck, am Montag verhandeln zu müssen und bis spätestens heute, Dienstag 9 Uhr morgens eine Entscheidung zu fällen, ansonsten hängt eine Räumungsdrohung in
der Luft.
Die Verhandlungen am Montag verliefen schwierig. Am Abend wurde im Hausplenum ausführlich über den Stand der Verhandlungen diskutiert, morgen wird die GGG die Positionierung der
Raumpionier_innen erfahren.

To be continued…

…Ergänzungen

Update Dienstag 030707
Hejho,
heute waren wir noch einmal bei der GGG, um Vertragsbedingungen erneut zu diskutieren. Diese sind weiterhin hart und aus finanzieller Sicht eine schwere Bürde, jedoch hat sich die Position der
GGG stückenweise auf uns zu bewegt.
Wir werden nach dem momentanen Stand vorläufig in das Ersatzobjekt umziehen, um dort eine Koordinierungsfrist bis 15. August wahrnehmen. Bis dahin können wir vom Vertrag zurücktreten,
wenn wir die Finanzen nicht gedeckelt bekommen. Jetzt sitzen wir bis zum Hals in Sacharbeit, vergessen aber nicht, weshalb wir das Projekt begonnen haben.
Sobald es etwas Neues gibt, an dieser Stelle mehr.
Grüße aus dem Haus
die kaempfer_innen




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