Am Mittwoch den 20.6. gegen 16.00 Uhr wurde das ehemalige Redaktionsgebäude der KPD-Tageszeitung „Der Kämpfer“ in der Karl-Immermann-Strasse 23/25 von einer Gruppe junger Menschen besetzt. Begleitet wurde die Besetzung von Öffentlichkeitsarbeit und einer Solidaritätsversammlung vor dem Gebäude, an der bis zu 100 Menschen teilnahmen. In ihrer vierseitigen Stellungsnahme beklagen die Besetzerinnen den Mangel an selbstverwalteten Kulturprojekten bei gleichzeitigen Leerstand und Abriss von Häusern, die für kulturelle und soziale Experimente
genutzt werden könnten. Noch am selben Abend und am Tag darauf fanden einige Veranstaltungen, wie Konzerte, Kino, Vokü statt. Jeden Abend um 18.00 wird in den Räumen ein öffentliches Plenum abgehalten, an dem sich am Donnerstag ca. 40 Menschen beteiligten.
Mittlerweile sind die Besetzerinnen mit der zuständigen Grundstücks- und Gebäudewirtschafts GmbH in Kontakt getreten und konnten ein Treffen mit dieser am Dienstag aushandeln. Bis dahin wolle die GGG die Besetzung dulden.
Das AJZ, in seiner heutigen Form selbst aus einer Besetzung im Jahre 1992 hervorgegangen, solidarisiert sich mit den Besetzerinnen und ihren Unterstützerinnen und fordert die GGG und die Stadt Chemnitz auf, eine dauerhafte Nutzung des „Kämpfers“ in Selbstverwaltung zu ermöglichen.




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