Diskussion

Infos zum 05.03.2010

Am 5.3. wollen Nazis anlässlich der Bombardierung von Chemnitz 1945 wieder einen Gedenkmarsch in der Stadt veranstalten. Derzeit ist der Aufmarsch noch verboten. Aktuelle Infos dazu werden im Laufe der nächsten Woche folgen.
Es wird an diesem Tag eine Demo der Antifaschistischen Aktion Karl-Marx-Stadt unter dem Motto „Das Trä­nen­meer tro­cken­le­gen – Kein kol­lek­ti­ves Trau­ern um ‚deut­sche Opfer‘ am 5. März!“ geben, die um 16.00 Uhr am Hauptbahnhof startet. Die Reitbahnstraße unterstützt das Anliegen dieser Demonstration und wird an diesem Tag von 10 – 20 Uhr als Informationspunkt und Rückzugsort offen sein. Dabei wird es in diesem Zeitraum auch Suppe und Tee geben. Die Abschlusskundgebung der Demo wird am Bernsbachplatz stattfinden. Danach ist es möglich, sich in der ReBa aufzuwärmen, etwas zu essen und gemeinsam zum Crasspub-Fest zu gehen.

aktuelle Infos: Antifaschistischen Aktion Karl-Marx-Stadt

Neues zum Stand der Dinge

In den letzten Wochen ist bei uns die aktive Öffentlichkeitsarbeit ein wenig zu kurz gekommen. Dieser Umstand brachte es mit sich, dass unsere Standpunkte in der Presse nur unzureichend dargestellt wurden. Bevor der Stadtrat nun Urlaub macht und das Sommerloch die Erinnerungen verschwimmen lässt, möchten wir mit unserem aktuellen Reader nochmal den Stand der Dinge zusammenfassen und unsere Standpunkte erläutern.

Die vier enthaltenen Beiträge geben einen Überblick der Verhandlungen um das Experimentelle Karree, analysieren und kritisieren die Argumente, die von GGG und Stadtverwaltung gegen das Projekt ins Feld geführt werden und beschäftigen sich mit der Rolle dieser Institutionen im Stadtentwicklungsprozess. Schließlich werben sie für Unterstützung und fordern die Umsetzung des Experimentellen Karrees.

Vorwort

Chemnitz zwischen Ansprüchen und Widersprüchen

Taktieren und Konstruieren – Zum gegenwärtigen Stand der Verhandlungen um das Experimentelle Karree

Zur Analyse der städtischen Struktur

Standpunkte

Zum Stand der Dinge.

In letzter Zeit kamen immer mehr Gerüchte auf, dass es die ReBa84 nicht mehr lange geben würde und eine Kündigung seitens der GGG drohe.
Was ist also dran an diesem Hören-Sagen und was nicht?
Es ist so, dass alle Eigentümer des Karrees – GGG, Keilholz GmbH und noch ein paar Kleinere, das Karree homogen verwerten wollen und die ReBa84 in diesem Konzept einen Störfaktor bildet. Aus diesem Grund wurde vor einem Jahr das Projekt „Experimentelles Karree“ ins Leben gerufen, um Projekte zu sammeln, welche eine alternative Nutzung des Karrees zulassen würden.
Über den Fortschritt in dieser Richtung kann mensch sich beim „ExKa e.V.“ informieren.
Hier soll es jedoch vor allem um die ReBa84 gehen.
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Naziaufmarsch | 5. März 2009

Für den 5. März 2009 rufen die Nazis zu einem Trauermarsch entlang der Bernsdorfer Straße in Richtung Innenstadt auf. Ziel dieser Demonstration ist die Kreuzung am Bernsbachplatz, direkt vor der Reitbahnstraße 84. (mehr…)

Info für unsere Gäste

Zum Beginn dieses Projektes hatten wir den Anspruch diese Räume relativ frei von Einschränkungen zu halten. Die Erfahrungen der letzten anderthalb Jahre haben aber immer wieder schwierige Diskussionen erfordert. Es wurde versucht Ansatzpunkte für Veränderungen zu schaffen. Spürbar positive Effekte blieben jedoch aus.

In Folge der Ereignisse an den vergangenen Vokü-Donnerstagen haben die meisten Bewohner_innen leider die bittere Erfahrung machen müssen, dass das Agressionspotential in der ReBa gestiegen ist und dass exzessiver Alkoholkonsum sowohl zerstörerische Folgen für die eigene Person als auch für deren Umwelt hat:

– Menschen werden bepöbelt/ bedroht/ angegriffen, z.B. mit Bierflaschen beworfen.

– Menschen bewerfen andere mit Tischen oder Stühlen. Dabei kommen Personen zu Schaden und unser Inventar wird zerstört.

– Untragbare Geräuschpegel reißen nicht nur uns, sondern auch unsere Nachbar_innen aus dem Schlaf und bescheren uns des Öfteren Polizeibesuche.

– Scheiben gehen regelmäßig zu Bruch. Außerdem sprang am 19.02.09 ein Mensch unkoordiniert durch eine Schaufensterscheibe und verletzte sich dabei. Das ist nicht nur sehr gefährlich sondern auch enorm teuer und hat das Fass zum Überlaufen gebracht.

– Am Folgetag sind Leute vom Projekt stundenlang damit beschäftigt den ekelhaften Siff zu entfernen und die entstandenen Schäden zu beheben.

– All diese stumpfsinnigen Aktionen ruinieren außerdem die Außenwirkung des Projektes.

Das alles nervt einfach extrem, stimmt uns zunehmend unzufrieden und mindert unsere Lebensqualität. Die Bewohner_innen dieses Projektes sind es leid immer wieder die Konsequenzen für projektgefährdendes wenn nicht gar projektfeindliches Verhalten ausbaden zu müssen. Sie tragen die Verantwortung für diese Räume und alles was darin und drumherum passiert. Deshalb ist es nicht nur nett sondern auch wünschenswert, wenn Menschen, die diese Räume nutzen, sich ebenso verantwortungsvoll verhalten.
Wir denken, dass verantwortungsloses und projektgefährdendes Verhalten in großem Maße mit exzessivem Alkoholkonsum zusammenhängt. Deshalb sehen wir ein zeitweises Alkoholverbot als Chance das Geschehen in der ReBa für die Menschen, die dorthin kommen um sich wohl zufühlen, angenehmer zu gestalten. Weiterhin sehen wir es derzeitig als einzige real umsetzbare Möglichkeit das Projekt vor weiteren Personen- und Sachschäden zu schützen. Davon hängt auch das weitere Bestehen der Reitbahnstraße 84 ab. An dieser Stelle ist es sinnvoll sich zu fragen in wie fern jedem/r persönlich etwas daran liegt.
Mit diesen Hintergründen wird deutlich, dass von unserer Seite keine böse Absicht hinter dem Alkoholverbot steht. Es ist vielmehr der Ausdruck einer gewissen Form von Demotiviertheit und Verzweiflung. Viele von uns haben Bauchschmerzen mit dieser Entscheidung. Grundlegend wünschen wir uns andere Lösungsansätze. Weil die ReBa nach wie vor ein offenes Projekt sein soll, möchten wir unsere Gäste gern in diesen Entstehungsprozess einbinden.

Deshalb laden wir alle interessierten Menschen am Donnerstag, den 12. März 2009 ab 18:00 Uhr in die Reitbahnstraße 84 zu einer offenen Diskussion zu diesem Thema ein.
Bis dahin bitten wir darum das Alkoholverbot an den Vokü-Donnerstagen einzuhalten, das heißt auch keine alkoholischen Getränke mitzubringen.

Natürlich werfen solche Ereignisse auch grundsätzliche Fragen über die Bedeutung von Alkohol für Individuum und Gesellschaft auf. Eine breite Auseinandersetzung mit dieser Problematik ist daher äußerst wünschenswert. Sowohl der 12. März als unser Blog bieten Raum dafür.

Was ist das experimentelle Karree?

Informationsveranstaltung am 6.1, 18 Uhr in der Reitbahnstrasse 84

Seit Monaten geistert ein Ausdruck im Stadtgeschehen umher, doch niemand weiss bisher, was sich dahinter verbirgt. Zunächst aus dem vermeintlich „besetzten“ Haus an der Reitbahnstrasse 84 entwachsen, um dann im Zusammenhang mit dem Stadtplanungsamt zu einer konkreten Idee zu gerinnen, landete die Sache letztlich im Stadtrat, um dort mit einer Mehrheit beschlossen zu werden, was bedeutet: Es soll stattfinden. (mehr…)

Naziangriff

Am morgen des 22.11. haben 4 gelangweilte Nazis, vermutlich aus dem Umfeld des „Freien Netzes“, mehrere Schaufensterscheiben in der Reitbahnstr. 84 eingeworfen und anschließend einen Feuerlöscher in die Räume entleert.

„Wir sind Anlaufstelle für nicht rechte und alternative Menschen und bieten für diese unterschiedliche Programme. Wir zeigen außerdem offen, dass wir rechten Mainstream nicht tolerieren können.“ sagt Vereinssprecher Erik Escher über die Gründe der vermeintlichen Täter.

Die ReBa84 ist ein Raum in dem Menschen leben und Kreativ wirken. Dies geschieht möglichst frei von Zwängen. Gesellschaftliche Strukturen wie Sexismus, Homophobie und Rassismus werden nicht toleriert. Ein solcher Freiraum ist besonders Nazis ein Dorn im Auge. Eine freie Entfaltung der Individuen, ohne dass Einzelne Angst haben müssen, weil sie anders sind, passt wohl nicht in ihr verbohrtes Weltbild.

Davon lassen wir uns natürlich nicht entmutigen, wir werden weiter wirken!

Dalai Lama – Fall eines Gottkönigs

Freitag 21. November | 19.00 Uhr | Reitbahnstrasse 84

Vortrag und Diskussion mit Colin Goldner

Der Vortrag wirft einen Blick hinter die Fassade des tibetischen “Gottkönigs”. Er zeigt, dass das “alte Tibet” unter der Herrschaft der Lamas keineswegs das “Paradies auf Erden” darstellte, das der Dalai Lama und seine Anhängerschaft stets beschwören, vielmehr die Geschichte des Landes geprägt war von Gewalt und gnadenloser Unterdrückung und Ausbeutung der Menschen. (mehr…)

Hände weg vom besetzten Haus in Erfurt

Besetzte Häuser sind bundesweit mittlerweile so selten geworden, dass mensch sie an einer Hand abzählen kann. Auch legale selbstverwaltete Hausprojekte sind meist latent von der Schließung bedroht. Im April 2001 wurde ein Teil des ehemaligen Topf & Söhne- Geländes in Erfurt besetzt. Seit Oktober diesen Jahres ist das Gelände vom Abriss bedroht. Das Grundstück wurde bis zum Beginn des Jahres 2007 notverwaltet und dann an die Domicil Hausbau GmbH und Co KG aus Mühlhausen verkauft. Nachdem der Notverwalter die Besetzung geduldet hatte, kündigte der neue Besitzer Herr Golla nach einer kurzen Zeit der Duldung nun an, dass er alle Gebäude auf dem besetzten Areal so schnell wie möglich abreißen will. Geplant ist an ihrer Stelle ein Gewerbe- und Wohngebiet anzusiedeln. (mehr…)

Was ist Ökofaschismus? Ursprünge und Gemeinsamkeiten von rechter Ökologie und faschistischer Ideologie

Dienstag 4.11. | 19.00 Uhr | Reitbahnstraße 84

Vortrag und Diskussion mit Patrick Pritscha

„Umweltschutz ist Heimatschutz“ – unter diesem Motto sind rechtsextreme Gruppierungen seit Jahren aktiv, wenn es um Ökologie geht. Auf den ersten Blick könnte mensch meinen, es handle sich dabei um einen Versuch, in der Ökologiebewegung auf Stimmenfang zu gehen oder, wie schon bei der Kritik am Kapitalismus, ein scheinbar linkes Thema mit eigenen Inhalten von rechts zu „besetzen“. (mehr…)




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