Die Ökonomie des Realsozialismus

Dienstag 17. März | 19.00 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Mathias Wiards

Der „real existierende Sozialismus“ ist zusammengebrochen. Diese Tatsache wird gerne genutzt, um jede Kritik an der marktwirtschaftlichen Ordnung als unrealistische Träumerei abzutun – und damit auch jedes politische Konzept, das eine gemeinschaftlich und planvoll organisierte Ökonomie für eine bessere gesellschaftliche Grundlage hält als den Kapitalismus.

Die gängigen Erklärungen, weshalb die DDR ihren ökonomischen Niedergang erleben „musste“, kümmern sich um die Funktionsweise dieser Wirtschaftsweise wenig. Die ökonomischen Methoden des Realsozialismus werden entweder bloß als Abweichungen vom kapitalistischen Normalgang bestimmt (der sowieso naturgegeben sei) oder es wird gegen die Planwirtschaft eine kooperationsunfähige „Menschennatur“ ins Feld geführt, die angeblich nur dann zum Zusammenleben mit anderen taugt, wenn staatliche Gewalt und wirtschaftliche Existenzangst ihr so richtig Beine machen.

Solche Einwände gehören kritisiert – und genau das wollen wir tun.
Und wir wollen uns genauer mit der Frage beschäftigen, wie es eigentlich zuging in der DDR-Wirtschaft:

- Wie lief die wirtschaftliche Planung ab?
- Welche Probleme traten dabei auf?
- Welche Rolle spielten dabei Geld, Preise und der „sozialistische Markt“?
- Wie kamen die Realsozialisten eigentlich darauf, ihre Planwirtschaft so aufzuziehen?
- Und: Was bedeutet das für politische Positionen heute, die den Kapitalismus durch eine vernünftigere Wirtschaftsweise ersetzen wollen?

Mathias Wiards, Jg. 1969, Promotion 2000, studierte Politikwissenschaft, Geschichte, Literaturwissenschaft und Philosophie an der Universität Hannover. Er ist Lehrbeauftragter am dortigen Institut für Politische Wissenschaft und arbeitet an einem Forschungsprojekt zur Behandlung des Nationalsozialismus im Geschichtsunterricht der BRD. Von ihm erschien 2001 im Verlag Argument Hamburg das Buch „Krise im Realsozialismus: Die Politische Ökonomie der DDR in den 80er Jahren“.

Bildungskollektiv


2 Antworten auf “Die Ökonomie des Realsozialismus”


  1. 1 flexo 13. März 2009 um 0:12 Uhr

    die krise des realsoziaLismus scheint mittlerweile auch schon in der reba angekommen zu sein… :-?

  2. 2 ??? 13. März 2009 um 23:00 Uhr

    und DU studierst powi?

    und kannst die stelle nachweisen,an der sich die reba (bzw. dort aktive gruppen) selbst als „sozialistisch“ bezeichnen?

    welche krise der reba meinst du im speziellen?

    ist dir langweilig?

    denkst DU wirklich, dass es eine andere möglichkeit gibt, als deinen nutzlosen spamreplys in zukunft konsequent zu löschen?

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