Dissolution: Wie mediale Erinnerungspolitik Geschichte in Bilder auflöst.

Donnerstag 05. März | 19.00 Uhr | Reitbahnstraße 84

Vortrag und Diskussion mit Antonia Schmid, Wuppertal

Entgegen den offiziellen, hoch ritualisierten Gedenkveranstaltungen werden in Deutschland heute vor allem die “eigenen”, will heißen nicht-jüdischen Opfer erinnert. Im kollektiven Gedächtnis ist die Shoah ebenso wie deren vermeintlich alleinige Urheber, “die Nazis”, vom einfachen, normalen Deutschen abgespalten, die so in der Opferrolle imaginiert werden können. Seit 1989 wird deutsches Opfertum verstärkt populärkulturell thematisiert. Die Wirkung solcher nationalen Selbstbilder auf Geschichtsbewusstsein wird im Vortrag herausgearbeitet und problematisiert. Anhand zahlreicher Filmbeispiele wird gezeigt, wie diese Selbstviktimisierung medial umgesetzt wird und welche filmischen Strategien die aktuellen Tendenzen in der Erinnerungskultur unterstützen.

Antonia Schmid hat in Göttingen erst Medizin, dann Medien- und Kommunikationswissenschaft, Geschlechterforschung und Soziologie studiert und ihre Magisterarbeit über „Aktuellen deutschen Film im Kontext des Neuen Antisemitismus“ geschrieben. Sie publiziert in der Zeitschrift PHASE 2 und schreibt für das webzine beatpunk.

Hinweis zu der Veranstaltung!


1 Antwort auf “Dissolution: Wie mediale Erinnerungspolitik Geschichte in Bilder auflöst.”


  1. 1 bildungskollektiv 25. Februar 2009 um 16:19 Uhr

    ähm, veranstaltungstips auch hier.

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.



Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: