Deutsche Zustände: Mylau

Nachrichten aus der Provinz

Ein Streit zwischen Nachbarn in Mylau, der kleinsten Stadt Sachsens, eskalierte langsam. Die starke Neonazi-Szene im Dorf spielt dabei eine wichtige Rolle. Seit Jahren lebt hier eine Familie in Angst, die anderen Einwohner schauen weg.

von Lennart Laberenz (Text) und Stephan Pramme (Fotos)

Vielleicht muss man mit dem Hund anfangen. Denn am Anfang war es der Hund, erzählen Sonja und Jörn Tellschaft. Das sagen unabhängig voneinander auch Uwe R. und seine Lebensgefährtin Anja F., die auf der anderen Seite der Brücknerstraße wohnen. Und da endet alle Gemeinsamkeit auch schon.

Sonja Tellschaft sei »zu faul« gewesen, dem Tier Auslauf zu geben, erzählt R. und erregt sich noch heute darüber, dass der Hund auf die Brache »geschissen« habe – »auf Deutsch gesagt«. Schließlich spiele sein kleiner Sohn mit den Freunden aus der Straße dort, »und es war alles voll«. Arrogant habe die Hundebesitzerin geantwortet und ihn beschimpft. R. beschwerte sich bei der Stadt, fand auch 21 Unterschriften dafür. Die Stadt wiederum leitete alles mit der Androhung von Ordnungsgeld an die Tellschafts weiter und brachte diese damit auf die Palme. Als »Volkstribunal« bezeichnet Jörn Tellschaft die Beschwerdeführer, die Ordnungsamtsleiterin nennt er eine »verkappte FDJ-Sekretärin«.

Wenig später überprüfte das Amt Sonja Tellschafts Praxis des Hundeausführens und hielt sie für unbedenklich. Doch der Hund wurde in Mylau, der kleinsten Stadt Sachsens, zum Anlass für einen heftigen Streit. Seitdem zieht sich durch die Brücknerstraße ein tiefer Graben, der über Jahre ausgebaut und vertieft wurde. Auf der einen Seite steht das dreistöckige Haus der Familie Tellschaft, direkt gegenüber, vor einer Brache, das Eckhaus mit der kleinen Bierkneipe, in dem Uwe R. und Antje F. mit ihrem 15jährigen Sohn Robin wohnen, auch einen Großvater gibt es noch.

Die meisten im Ort wissen von jenem tiefen, kaum überwindbaren Abgrund in der Brücknerstraße. Was diesen fundamentalen Streit ausmachte, ist im Nachhinein kaum zu rekonstruieren. Worte sind es, vielleicht auch nur Blicke, üble Gerüchte, Gesten und Emotionen. Soziale Unterschiede, gänzlich verschiedene Lebensentwürfe, verfestigte Erinnerungen an den Osten und Vermutungen über den Westen.

Ein friedliches Zusammenleben gab es nie. Das gedeihliche Verhältnis zwischen Nachbarn wurde nicht zuletzt dadurch gestört, dass sich die deutsche Vergangenheit, die Geschichte des Nationalsozialismus und ihre ideologische Verdauung in der DDR über die Brücknerstraße legten. Von »gegenseitigem Hass« erzählt Robin, wenn er auf die vergangenen Jahre zurückschaut.

Mylau sieht man an, dass es schwere Zeiten hinter und offenbar keine große Zukunft vor sich hat.
Viele Häuser werden nicht mehr bewohnt, Scheiben sind eingeschmissen, von Fabriken sind kaum mehr als leere Gemäuer übrig. Dabei wurden einige Gründerzeitbauten im Zentrum renoviert, auch die hässliche Funktionsarchitektur der Sparkasse darf nicht fehlen. Dahinter ist etwas mehr Verkehr, beim gesichtslosen Bau der Supermarktkette. Die billige Welt aus günstigen Lebensmitteln hat die allgemeine Versorgung übernommen. Ältere Menschen steigen langsam aus gepflegten Kleinwagen in hellen Metallic-Farben. Demographische Studien haben ermittelt, dass in Südwestsachsen und dem angrenzenden Thüringer Land im Jahr 2020 über 35 Prozent der Bevölkerung 60 Jahre und älter sein werden. Damit wäre die Region die zweitälteste der Bundesrepublik. Wer kann, geht weg.

»Wenn ich meine Fenster putzen wollte, standen die von gegenüber mit Hitlergruß auf der Straße«, erzählt Sonja Tellschaft. Ihre jüngste Tochter sei von Robin und dessen älteren Freunden mit Stöcken bedrängt worden. Robin und sein Freund Patrik hätten Steine gegen das Haus und die Garage geworfen, ein Vogelnest ausgehoben und die Vögel getötet. Sonja Tellschaft liegen Tiere am Herzen.

Wenig Herz attestiert sie vielen in der Stadt. Vor allem, wer in der Kneipe gegenüber verkehrte, muss Zeuge einer Auseinandersetzung geworden sein, die langsam eskalierte. Über zwei Jahre sei an ein vernünftiges Benutzen der beiden Garagen für die Familienwagen nicht zu denken gewesen – Autos von Gästen oder den Nachbarn hätten die Tore versperrt. Sonja erzählt, wie Unbekannte nach einem Streit darüber die dunklen Tore beschmierten mit dem Hinweis »Hier wohnen Kinderschänder«. Kinderschändern wünschen die organisierten Rechten in der Region gerne per Autoaufkleber den Tod. Die Tellschafts übergaben der Polizei die Ermittlungen – die kam nicht weit. Tot war dann eine Woche später der Hund. Vergiftet, urteilte der Veterinär.

Im September vergangenen Jahres erreichte das, was als Streit zwischen Nachbarn begonnnen hatte, seinen bisherigen Höhepunkt, als Molotow-Cocktails gegen das Haus der Familie Tellschaft geworfen wurden.

Sonja und ihr Mann wohnen seit 1997 in der Brücknerstraße. Das dreistöckige Haus, braungelb geputzt und ein gutes Jahrhundert alt, besaß Jörns Familie schon seit Generationen. Jörn ist 48 Jahre alt, fuhr als junger Erwachsener zur See, auf einem DDR-Frachtschiff. Bei einem Landgang in Kiel machte er 1981 rüber, wie man im Vogtland sagt. Von dort ging es zum Onkel nach Mainz. »Aber nach der Wende wollte er wieder zurück«, erzählt Sonja. Schließlich kam er mit Frau, zwei Töchtern und kräftigem Mainzer Akzent.

Ziemlich einsam war es in den ersten Jahren um die gesellige Sonja, die kaum 3 000 Einwohner von Mylau waren ihr fremd. Aber sie biss sich durch, machte Bekanntschaften. Am Haus bastelten und bauten die Tellschafts, richteten sich ein, so dass im Wohnzimmer nun altrosa Blumenmuster auf Vorhängen, Tischdecken, unzähligen Lampenschirmen und Ziertellern korrespondieren.

Uwe R. ist 1962 in Mylau geboren, wohnt seit den achtziger Jahren in der Brücknerstraße. 1991 eröffnete er gemeinsam mit seinem Vater die Kneipe. R. nimmt regen Anteil am Kleinstadtleben, macht mit in Vereinen und unterstützt den örtlichen Verein FSV.

Wenn man auf die Garagen der Tellschafts zu sprechen kommt, wenn man ihn nach Steinwürfen und dem toten Hund fragt, beginnt sein dünner Schnauzbart vor Wut zu zittern. »Alles Lüge«, sagt er dann und zieht häufig an seiner Zigarette. »Lüge« wird das meistgebrauchte Wort, wenn es um die Nachbarn geht. Auf die Frage, warum Mylauer sein Lokal als Nazi-Kneipe kennen, zittern Schnauz und Gesicht noch mehr. R. streckt seinen Arm in Richtung der Fenster, der Nachbarn, der anderen Welt: »Das kommt alles von da!«

Allerdings bestätigen etliche Bewohner von Mylau, darunter Bürgermeister Christoph Schneider, dass zu Beginn der neunziger Jahre in dieser Kneipe Versammlungen der Republikaner stattfanden, sogar Franz Schönhuber soll hier vorbei gekommen sein. »Eigentlich haben wir denen hier nur den Raum zur Verfügung gestellt«, erzählt Antje F. Des guten Geschäfts wegen.

Die Tellschafts möge niemand im Ort, sie seien bei allen unbeliebt, erzählt man in der Kneipe, »weil sie allen was Besseres vorspielen und alle irgendwann anzeigen«. Unter denen, die etwa mittags die Straße hinunter bei Nico, dem Sizilianer, eine schnelle Pizza essen, finden sich leicht Mylauer, die gar von 84 Anzeigen wissen wollen. Der Bürgermeister kann dies nicht bestätigen.

Aber noch etwas ist auffällig an denen, die offenbar ein sehr genaues Bild der Familie Tellschaft haben. Ganz beiläufig sagen sie nämlich, dass der ortsansässige Neonazi-Laden »Ragnarök« kein Problem sei, sondern von »ganz normalen Leuten« geführt werde. Seit sechs Jahren existiert der Laden im Ort. Der Bürgermeister sagt, ihm seien die Hände gebunden. Nur, dass die Antifa 2005 vorbeikam, um den Eingang zuzumauern, regt viele in Mylau noch heute auf. Betreiber des Ladens ist der Kreistagsabgeordnete der NPD in Plauen, Olaf Martin, der in diesem Sommer in wichtige Ausschüsse gewählt wurde. Im Wahlkreis Vogtland hat Martin, der auf seinen Unterarmen die Worte »Blut« und »Ehre« in Fraktur tätowiert hat, 1 431 Stimmen bekommen, das sind vier Prozentpunkte. Beobachter stellen fest, dass mit dem Neonazi-Laden Mylau zu einem wichtigen Organisationszentrum im Dreiländereck zwischen Sachsen, Thüringen und Bayern geworden sei. Bürgermeister Schneider hat Informationen, nach denen die Klientel aus dem Laden nun auch R.s Kneipe frequentiere. »Die R.s sind Personen, die offenbar schon in der dritten Generation rechtem
Gedankengut nicht abgeneigt sind.« Bürgermeister Christoph Schneider sagt häufig gewundene Sätze. Dagegen seien die Tellschafts »eine Familie, die im Rahmen bürgerschaftlichen Engagements hinschauen und bei Dingen, die ihnen missfallen, etwas sagen«.

Lange waren der Familie Tellschaft die Gründe für diesen ganzen Hass unklar. Doch im vergangenen Frühling brachte ein weiterer Bewohner der Brücknerstraße ein wenig Licht ins Dunkel: Johannes Joram. Mit ihm verband Sonja eine aufgrund eines gefundenen Kätzchens entstandene Nachbarschaftsfreundschaft. Ein einfaches Leben hatte Joram nicht. Sein Jüngster stürzte sich von der Göltzschtalbrücke, da war er noch nicht volljährig, aber bereits Mitglied einer rechten Gruppe. In die Brücknerstraße zog Joram, kurz bevor seine Frau an Krebs starb. »Du sprichst aber doch gut Deutsch«, habe Joram irgendwann zu Sonja gesagt, worauf sie ziemlich erstaunt reagierte. Er habe ihr dann erzählt, sie sei als »Ausländerin und Jüdin« in der Nachbarschaft bekannt. Bei 3 000 Einwohnern ist Nachbarschaft leicht der halbe Ort. »An einem Samstag im Mai«, erzählt Sonja, »ließ mich Joram bei einem Telefonat mithören, über den Lautsprecher an seinem Mobiltelefon«. Der Vorsitzende des lokalen Fußballvereins FSV Mylau, Lutz A., war am Apparat. Thema des Gesprächs war der Anschlag auf das Haus der Tellschafts im Oktober 2007. Sonja hat ihn sagen hören, sie sei »Jüdin und Ausländerin, deshalb hat sie die Molotow-Cocktails abbekommen«. »In sehr rotzigem Ton hat er gesprochen«, wiederholt sie. Empört habe sie an jenem Samstag beim Fußballverein angerufen, auch beim Bürgermeister klingelte sie an. Die Wege sind kurz in Mylau und Gerüchte verbreiten sich rasch. A. wusste schnell vom doppelten Spiel des Johannes Joram. Ein Arbeitskollege fand Joram am Montag erhängt in seiner Wohnung. »Ich habe zwei Wochen nur geweint, vielleicht war ich ja schuld an seinem Tod«, sagt Sonja Tellschaft. Sie fürchtet, ihren Nachbarn ans Messer geliefert zu haben.

»Wir hatten uns diese ganze Geschichte nie erklären können. Nicht den Hitlergruß, nicht diesen Hass und auch nicht die Molotow-Cocktails«, sagt Jörn Tellschaft. Wenn wahr ist, was die Tellschafts annehmen – dass nämlich der halbe Ort darüber gesprochen habe, dass Sonja »Jüdin und Ausländerin« sei –, hat das Ganze etwas Zwangsläufiges.

»Einmal nicht nachgedacht und dann so was.« Robin sitzt auf einem Bett aus hellem Furnier, Fußballschals hängen von der Decke, die Anlage steht in der Ecke. Er ist schon lang und schlaksig wie sein Vater, hat dunkle Haare, einen offenen Blick und einen ersten Flaum auf der Oberlippe. Seit neun Monaten wartet er hier, in den Räumen eines christlichen U-Haft-Vermeidungsprojekts, einem alten Gehöft auf dem sächsischen Land bei der Kleinstadt Meerane. »Joh«, sagt er in schwerem vogtländischen Dialekt. Er lerne jetzt Maurer und sei latent rechts, sagt die Pädagogin, gar nicht außergewöhnlich. Gut verstellen könne er sich. Er wollte wohl den Vater beschützen, vermutete R. daheim und hieb mit zitternder Hand auf den Tisch, »ein dummer Fehler«. »Und ich bin die Blöde«, fügt die Mutter hinzu, »ich
habe ihm gesagt, er soll es zugeben.«

Zugegeben hat Robin, auf einer Geburtstagsfeier im September 2007 mit seinem Kumpel Patrik kräftig in Fahrt gekommen zu sein. »Patrik hielt Mofasprit versteckt«, erzählt er, »den füllten wir in die jüngst ausgetrunkenen Bierflaschen, dann warfen wir die Molotow-Cocktails von der hochgelegenen Burgstraße über den Garten auf das Haus der Familie Tellschaft«. Ein paar Leute seien von der Feier noch abgesprungen, erzählt er weiter, wollen gewarnt haben. »Hätten sie das nur getan«, sagt Robin und kratzt sich am Kopf. Kaum fünf Sätze braucht er für seine Schilderungen.

Das Glück der Familie Tellschaft in dieser Nacht war ein gemauerter Fenstersims, oben rechts, von der Burgstraße aus gesehen. Der Molotowcocktail prallte gegen den Sims und flog nicht durch das Fenster. Während Flammen und Splitter aus dem anderen Wurfgeschoss auf das Vordach der Tür zum Garten prasselten, brannte der Fenstersims, aber ein Großteil der brennenden Flüssigkeit landete in den Büschen. Jörn Tellschaft war noch wach und konnte löschen, dann rief er die Polizei. Die sagte, man könne nun auch nichts tun. Erst am nächsten Morgen war sie an Ort und Stelle. Experten attestierten dem Haus eine hohe Brandlast. Wäre die Brandflasche durchs Fenster geflogen, wären die Überlebenschancen drinnen nicht besonders hoch gewesen, erklärte ein Experte.

Und so »ist ja kaum was passiert«. Uwe R. wischt über den Tisch. Robins »Glück« in dieser Nacht war das Glück der Familie Tellschaft. In der Woche darauf wurden Patrik und Robin verhaftet, »beim nächsten Mal machen wir es besser«, hat einer der beiden Sonja Tellschaft noch zugerufen. Es gab Zeugen. Das reichte dann für U-Haft.

Im Ort regte sich darauf nicht viel. Wenig Solidarität, kaum einer fragte, eher Getuschel hinter vorgehaltener Hand.

Robins Mutter antwortet fest auf die Frage, ob sie nicht daran gedacht habe, mit Sohn und Mann hinüber zu den Tellschafts zu gehen, vielleicht mit dem Reden zu beginnen, eventuell eine Entschuldigung zu versuchen: »Nein, dazu war ich nicht bereit. Die haben uns den Robin doch weggenommen.«

Der Vereinsvorsitzende Lutz A. regt sich auf. Alles sei Verleumdung, sagt er am Telefon. Er sei in die rechte Ecke gestellt worden, da sei kein Gespräch mehr möglich gewesen. Auf die Frage, was er in dem halben Jahr zwischen den Molotow-Cocktails und dem Anruf von Johannes Joram gemacht habe, bleibt er einen Moment still, räuspert sich, beginnt mit: »Naja«, und lässt einen unübersichtlichen Satz folgen. Dann beendet er das Gespräch: »Ich wohne ja auch nicht in Mylau.« Im August schließlich organisierte der FSV Mylau ein Kinderfest, gemeinsam mit Robins Mutter. Für den Träger des christlichen U-Haft-Vermeidungsprojekts, in dem Robin sich befindet, wurde eine Spende gesammelt. Auch der Bürgermeister kam, unvorbereitet und anscheinend etwas blauäugig. Dass dies Schläge ins Gesicht einer Familie sind, deren Haus gerade beinahe niedergebrannt wurde, fällt offenbar niemandem auf.

Als das Gespräch mit Robin vorüber, das Band schon angehalten und das Notizbuch zugeklappt ist, als wir schon stehen, im kleinen Kinderzimmer des weitab und inmitten der Felder gelegenen Gehöfts, fragt Robin noch, ob man vielleicht schreiben könne, dass es ihm leid tue. »Sehr leid«, sagt er mit leiser Stimme. Da auch in der Nacht des Anschlags noch der Freund der älteren Tochter bei den Tellschafts übernachtete, lautet die Anklage gegen Robin auf versuchten fünffachen Mord.

Jungle World

Mylau: Molotow-Cocktail-Wurf
war versuchter Mord

Landgericht Zwickau verurteilt jugendliches Trio zu Haftstrafen

Mylau/Zwickau. Im Fall der nächtlichen Molotow-Cocktail-Attacke von zwei Jugendlichen im Oktober 2007 auf das Wohnhaus einer Mylauer Familie sind gestern am Landgericht Zwickau die Urteile gefällt worden. Die Jugendkammer verurteilte die beiden 16-Jährigen wegen versuchter schwerer Brandstiftung und versuchten Mordes in fünf Fällen zu Jugendstrafen von drei beziehungsweise zwei Jahren und sechs Monaten. Die Partei der beiden Täter hat Revision beim Bundesgerichtshof angekündigt.
Die Opfer der Tat, Familie Tellschaft, sprachen von einem milden Urteil, auch deshalb, da die Staatsanwaltschaft höhere Strafen gefordert hatte. Dennoch „ist damit für jeden klar, dass dies kein Dumme-Junge-Streich war, und keiner wird diesen und andere Angriffe gegen uns künftig mehr so darstellen und verharmlosen können“, sagte Jörn Tellschaft nach dem Urteil von Landgerichts-Vizepräsident Klaus Hartmann. Der sprach von einer heimtückischen Tat mit „bedingtem Tötungsvorsatz“, da in der Tatnacht (gegen 2 Uhr) alle Lichter in dem Wohnhaus gelöscht waren. Als Tatmotive wurden „Rache und eine Feindschaft zwischen der Familie eines der beiden Angeklagten und den Geschädigten“ festgestellt.
Nach Aussage der Tellschafts ist das nicht der Fall. Seit elf Jahren fühlt sich die Familie als Opfer rechtsgerichteter Angriffe, die auf der Vermutung beruhten, die damals ins Vogtland gezogene Sonja Tellschaft sei Jüdin. „Und auch weil bei uns oft Menschen zu Gast sind, denen man ansieht nicht aus Deutschland zu kommen“, sagt Sonja Tellschaft. So habe die rechte Szene ein leichtes Opfer gefunden. Und das fast vor der Haustüre. In der Kneipe, die vom Vater eines der verurteilten Jugendlichen geführt wird, soll im Beisein von Franz Schönhuber nach der Wende sozusagen der Mylauer Ortsverein der Republikaner ins Leben gerufen worden sein. Der Brandsatz-Angriff ist nur Höhepunkt von „elf Jahren Terror gegen uns“, sagt Jörn Tellschaft. (gem)

Freie Presse


27 Antworten auf “Deutsche Zustände: Mylau”


  1. 1 kühe, schweine, ostdeutschland 04. Dezember 2008 um 11:02 Uhr

    Freie Presse

    Ermittlungen gegen rechtsextremen Kreisrat

    Mylau: Nach Gerichtsurteil Hetze gegen Opfer – Staatsanwaltschaft hat Olaf Martin im Visier – Bürgermeister wehrt sich

    Von Gerd Möckel

    Mylau. Der parteilose Kreisrat Olaf Martin (ehemals NPD) aus Mylau sieht sich einem Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung ausgesetzt. Martin soll auf seiner Internetseite „Schwarzer Orden Vogtland“ gegen eine Mylauer Familie zu Felde gezogen sein, auf die vor einem Jahr ein Anschlag mit Molotow-Cocktails verübt worden war. Neben der Familie hatte auch Mylaus Bürgermeister Christoph Schneider (CDU) Anzeige gegen den Verfasser der Hetzschrift erstattet.
    Unmittelbar nach dem Prozess vorige Woche am Landgericht Zwickau, bei dem zwei Mylauer Jugendliche wegen versuchten Mordes und Brandstiftung zu Haftstrafen verurteilt worden waren, tauchte die Hetzschrift im Internet auf. Administrator der Präsenz, das bestätigte gestern Staatsanwalt Jörg Rzehak, ist Olaf Martin, der in Mylau den rechten Szene-Laden Ragnarök führt und sich als „Nationaler Sozialist“ bezeichnet.
    Auf der Internetseite wird von „Aufklärung“ in Bezug auf den Prozess geredet. Dabei ist von Christoph Schneider als „weichgespültem“ Bürgermeister die Rede. Bei der von dem Anschlag betroffenen Familie handele es sich um „Affen“, um „Nasen“ (in Nazi-Deutschland wurden Juden auf Hetz-Plakaten seinerzeit mit langen Nasen dargestellt), die sich „aus niederen Beweggründen“ immer wieder mit „einigen Nachbarn“ anlegen. Weiter heißt es: „Mylauer wehrt Euch gegen diese Verunglimpfung Eurer Heimatgemeinde. Zeigt den Nasen was Ihr von ihren Machenschaften haltet.“ Und: „Noch ein Satz an jene Herrschaften, Ihr wollt Kampf?? Ihr werdet ihn bekommen!!!“
    Für die Familie, die vor Jahren aus den alten Bundesländern zugezogen war und sich seitdem von der rechten Szene mehrfach unter dem Vorwurf „Jude“ zu sein bedroht sieht, eine klare Drohung. Eindeutig rechtsextrem motiviert gewesen sei auch der Brandsatz-Angriff, der leicht fünf Menschen das Leben hätte kosten können. Zu dieser Einschätzung kommt die Opferberatung Chemnitz, die Opfern rechtsextremer Gewalt hilft und sich auf Aussagen im Zwickauer Prozess beruft. Sowohl Opferberatung als auch der Bürgermeister haben erkannt, dass diesem Rechtsextremismus „nicht allein mit juristischen Mitteln“ beizukommen ist. Christoph Schneider („Wo kommen wir hin, wenn man als normaler Bürger Angst haben muss allein auf die Straße zu gehen.“) hat einen Arbeitskreis ins Leben gerufen, der etwa in Vereinen und Schulen die Aufklärungsarbeit vorantreibt.

    Saß erst für die NPD im Kreistag und bezeichnet sich jetzt als „Nationaler Sozialist“: Olaf Martin, der Administrator der Internetseite „Schwarzer Orden Vogtland“. Harald Sulski

  2. 2 _carsten_ 09. Dezember 2008 um 2:12 Uhr

    faschismus ist dort angekommen, wo er am gefährlichsten ist, in der bürgerlichen mitte.

    wo solidarität und verstand endet, beginnt faschismus.

  3. 3 narf 09. Dezember 2008 um 10:48 Uhr

    der faschismus kommt nicht in der mitte an, sondern er kommt aus ihr raus! faschismus ist nichts was von aussen in irgendeine mitte hinein getragen wird, latent ist er da immer schon vorhanden.

  4. 4 freiepresse 09. Dezember 2008 um 11:07 Uhr

    Freie Presse

    Wirbel um Flugblatt des „Schwarzen Ordens“

    Hetze gegen Mylauer Familie geht weiter – Bürgermeister Schneider fordert Zivilcourage – Betroffene fühlt sich bedrängt

    Von Ulrich Riedel

    Mylau. Die rechtsradikale Hetze gegen eine Mylauer Familie nimmt weiter an Aggressivität zu. Nachdem in der vorigen Woche auf der Internet-Seite „Schwarzer Orden Vogtland“ eine diese Familie diffamierende Schmähschrift veröffentlicht wurde, kursiert das Pamphlet nun auch als Flugblatt in Mylau. Etliche Bewohner der Stadt fanden das Blatt am Sonntag in ihren Briefkästen. Darin ist der Konflikt als „Nachbarschaftsstreit“ dargestellt. Die Opfer eines per Molotow-Cocktail verübten Brandanschlags werden „Affen“ und „Nasen“ genannt.
    Zwischen den wütenden und beleidigenden Tönen schimmert jedoch zunehmend eine Dünnhäutigkeit der Rechtsradikalen durch, weil die Mylauer Familie „immer wieder eine Lobby“ und „neue Freunde“ gefunden hat, wie in dem Flugblatt eingeräumt wird. Deshalb versuchen dessen Urheber, die Bewohner aufzuwiegeln. „Wehrt Euch gegen diese Verunglimpfung Eurer Heimatgemeinde“, heißt es wörtlich.
    Derlei Argumenten auf den Leim zu gehen, davor warnt Bürgermeister Christoph Schneider (CDU). Es gehe nicht allgemein um die Mylauer, sondern um eine Gruppe von Rechtsradikalen, die allerdings als „Wölfe im Schafpelz“ daherkämen. „Das ist Hetze“, stellt Schneider klar, der bei der Staatsanwaltschaft auch wegen Beleidigung und Bedrohung Strafanzeige gegen den oder die Urheber erstattet hat. Mit der betroffenen Familie stehe er in Kontakt, so der Bürgermeister. Er werde sie nach Kräften unterstützen. Schneider, dem lange ein zögerlicher Umgang mit dem Rechtsradikalismus-Problem nachgesagt wurde, ruft die Mylauer auf, „Zivilcourage zu zeigen“.
    Olaf Martin, laut Staatsanwaltschaft Administrator der Internet-Präsenz „Schwarzer Orden Vogtland“, bestreitet, Urheber des Flugblatts zu sein. Auf Anfrage der „Freien Presse“ zeigte er sich gestern wortkarg. „Sie können sich ihre Informationen anderswo holen“, sagte der aus der NPD ausgetretene Kreisrat und bisherige Betreiber des rechten Szeneladens Ragnarök. Dann beendete er kurzerhand das Telefonat.
    Für die betroffene Familie wird die Situation derweil immer bedrängender. „Ich kann nicht mehr“, sagte die Frau gestern.

  5. 5 frosch 14. Dezember 2008 um 16:24 Uhr

    Hier wird weder nach den Hintergründen noch nach Ursache geforscht. Hier werden ganz einfach Leute in die rechte Schublade gesteckt. Egal wo man hinschaut, es wird nur einseitige Berichterstattung zu Gunsten der „arme“ Familie Tellschaft geführt. Aber auf die Idee, dass diese Leute nur böse und psychisch krank sein könnten, kommt niemand. Egal, wie auch immer, diese Familie wird sich weiterhin zur Aufgabe machen anderen zu beschuldigten, zu denunzieren, zu bedrohen. Und dann ist es nicht einfacher als zu sagen, es waren die Rechten. Und sind die Rechten dann mal aut, dann es ist halt ein Muslim oder Kommunist, aber dieser Familie wird natürlich dann am besten wiesen wie man denunzieren kann.
    Ich würde vorschlagen ein Spendenkonto für die Familie zu eröffnen, denn man kann ja nie wiesen welche politische Macht in kommen ist, dass die Familie auch gut vorbereitet ist.

  6. 6 schütten 14. Dezember 2008 um 19:29 Uhr

    Mylau: Kühe, Schweine, Frosch.

  7. 7 flexo 15. Dezember 2008 um 13:18 Uhr

    @ frosch)

    soweit zu gehen, der familie die schuld zuzuschieben würde ich nicht gehen. allerdings wird hier auf krampf versucht, die geschichte irgendwie in einen politischen zusammenhang zu pressen. dabei handelt es sich leider um ziemliche normale vorgänge, die in kleinen dörfern, wo jeder jeden kennt, vorkommen. ein nachbarschaftsstreit eskaliert, das dorf ergreift partei und ein sündenbock wird schikaniert. hier wird der eindruck erweckt, dass das nur deswegen passiert, weil es soviele rechtsextremisten in mylau gibt. das ähnliche vorkommnisse beispielsweise auch in christlich geprägten dörfern oder beispielsweise auch in autuonomen kommunen vorkamen. hätte mna gesagt, eine solche situation, wie in mylau führt zu rechtsextremismus wäre das noch nachvollziehbar. andersrum ist es einfach nur verdammt flach. es hätte nur noch gefehlt, dass die autoren ein npd-verbot als adäquate lösung vorschlagen.

  8. 8 test 17. Dezember 2008 um 20:45 Uhr

    ich kenn die leute persönlich. in dem fall können die rechten, die ich wohl auch nicht mag, leider nichts dafür. diese telschafts kamen aus dem westen hierher. wenn sich sich dort so aufgeführt haben wie hier, dann wurden sie wohl weg gejagt. kaum ein nachber, mit dem sie sich nicht vor gericht rum schlagen. mit diesen menschen ist kein auskommen. dieser streit ist eigentlich ein nachbarschaftsstreit, der darin gipfelte, dass dieser deren hund vergiftet hat, weil dieser permanent auf seinen rasen geschissen hat (schöner retriever übrigens).
    dafür mussten dann die rechten her halten, weil man gegen die eine starke lobby hat. und diverse anti-rechts vereine lassen sich hier mit einer bodenlosen blödheit vor deren karre spannen. man stelle sich mal so eine unverfrorenheit vor. die rechten schlagen jetzt mit recht zurück, klar, dass mollis dabei nicht der richtige weg sind. aber die opferrolle dieser ach so bemitleidenswerten familie ist gelogen.

  9. 9 test 17. Dezember 2008 um 20:56 Uhr

    nochganzkurz,
    die frage ist nicht, ob einer einen molli schmeisst,
    sondern wann. irgendwo ist die grenze,
    die liegt bei den menschen nur unterschiedlich hoch.

  10. 10 schütten 18. Dezember 2008 um 0:51 Uhr

    (@flexo): das führt nicht zu rechtsextremismus. dafür sind deine begriffe und konzepte eines „extremismus“ schlicht nicht geeignet. was es ist, wurde im titel klar genannt: deutsche zustände. (@test) „die frage ist nicht, ob einer einen molli schmeisst, sondern wann.“ eben. es geht darum mit allen mitteln das fremde, arrogante, unverstandene, psychisch kranke, querulante aus der gemeinde – interpretiert als alteingesessene gemeinschaft – zu werfen. und das ist das (vorweggenommene) volksgericht, welches sich leider bis in die kommentarspalten der reba zieht.
    zeit um dashi-ell hammett (der königsmacher) zu zitieren: „ich hasse mobs und lynchjustiz – mir wird schlecht davon. egal wie verworfen ein mensch sein mag: wenn ein mob sich gegen ihn zusammenrottet, bin ich für ihn. das einzige, worum ich je zu gott beten würde, ist die chance, zu gegebener zeit hinter einem maschinengewehr zu sitzen und eine lynchmeute vor der mündung zu haben“.

  11. 11 flexo 18. Dezember 2008 um 13:35 Uhr

    @ schütten)

    hm, über die extremismustheorie wollte ich hier eigentlich nix schreiben. sagen wir einfach, ich meine das, was gemeinhin als rechtsextremismus bezeichnet wird. persönlich lehne ich „links“ und „rechts“ sowieso ab. aber warum deutsche zustände? das phänomen ist doch international bekannt. ich glaube das zusammenrotten gegen außenseiter, ist in den usa noch weiter verbreitet als hier. deinem letzten zitat, muss zustimmen. eigentlich ist es genau das, was ich ausdrücken wollte. die mobbildung ansich ist das problem und die ist meist vollkommen unabhängig von irgendwelchen politischen ideologien. der artikel vermittelt aber, dass sich die menschen im ort zusammenschließen, weil sie rechtsextrem (jaja, ich weiß…) sind bzw. sich so bezeichnen. es gibt aber genauso „linke“ mobs („mob action“:)) oder im weitesten sinne unpolitische mobs (hooligans). der artikel suggeriert, dass die zustände in mylau auf die anwesenheit von nazis zurückzuführen ist. du sagst, die zustände dort wären eine deutsche eigenart. beides trifft meiner meinung nach nicht zu.

  12. 12 der ketzer 19. Dezember 2008 um 11:31 Uhr

    ihr macht den selben fehler wie alle anderen anti-rechtskräfte.
    statt zu fragen, warum wählt jemand rechts, werden diese verteufelt
    oder durch sitzblockaden am demonstrieren gehindert, ich lach mich tot. eindrucksvoll bestenfalls, aber total sinnlos.
    ich bin der ketzer, ich stell unangenehme fragen.
    warum wählt jemand rechts? weil die probleme aufgreifen,
    die die leute bewegen und vor denen die anderen fest die augen verschliessen. ganz oben das ausländerproblem, (20%).
    zweifler mögen sich mal die polizeistatistik einer grossstadt zu gemüte führen. und hunderttausende von polen und tschechen vorstellen, die jede woche über uns herfallen.
    und die rechten sind demokratisch von zehn prozent der leute gewählt. auch wenn mir das nicht passt, es ist leider so.
    wenn ich das ändern will, muss ich dafür lösungen anbieten.
    doch da ist bislang tote hose.

  13. 13 test 19. Dezember 2008 um 11:44 Uhr

    (@schütten)
    ich hatte gemeint,
    jeder mensch wirft irgendwann einen molli, nicht nur rechte.
    immer dran denken:
    terrorismus ist das letzte mittel der verzweiflung!
    egal bei wem.

  14. 14 schütten 19. Dezember 2008 um 13:45 Uhr

    ketzer, was sind und wie bemessen sich 20 % ausländerproblem? und meinst du statistiken von polnischen und tschechischen städten?
    @ test: mit deiner erläuterung verwirrst du dich doch nur noch mehr. ansonsten, gehts noch? terrorismus letztes mittel der verzweiflung? damit rechtfertigst du terror, ohne dir überhaupt anzuschauen was, wer, wen und wofür wegbombt. welchen grad der verzweiflung hatten denn wehrsportgruppe hofmann, raf und die piloten von 1109 gemeinsam?

  15. 15 ketzer 20. Dezember 2008 um 13:16 Uhr

    schütten:

    20% ausländer sind ein problem an sich.
    und dann kommt die erhöhte kriminalitätsrate bei diesen noch dazu.
    im islam ist das halt mehr oder weniger normal, frauen zu schlagen.
    und zum thema tschechen und polen kann ich dir nur raten,
    mal die autobahn in richtung westen am sonntag nachmittag zu benutzen
    oder die bahn in dieser richtung.
    da hörst du im zug kein deutsches wort mehr bzw siehst kaum noch ein deutsches autokennzeichen, vielleicht geht dir dann mal ein licht auf.
    aber man kann sich natürlich auch blind stellen,
    wenn etwas nicht in meine philosophie passt.

  16. 16 test 20. Dezember 2008 um 13:26 Uhr

    schütten:
    der elfte september, mein bester war eine verarsche,
    das haben die selber gedreht.
    das dürfte mittlerweile ja selbst der letzte begriffen haben.
    und wenn die raf panzer und kriegsschiffe gehabt hätte,
    wären es auch keine terroristen gewesen, sonder mitglied der nato.
    nur weil der eine stärker ist, ist der andere der terrorist.
    bin laden hat, wenns denn so war, 3000 menschen umgebracht.
    bush im irak und afghanistan 300000, bin laden ist ein terrorist,
    denk mal drüber nach.

  17. 17 flexo 20. Dezember 2008 um 14:48 Uhr

    @schütten)

    hm, also zumindest bei 9/11 (will mal nicht drüber diskutieren, ob echt oder nicht) oder dem islamistischen terror im allgemeinen, ist die verwzeiflung doch unverkennbar. ohne ein gewisses maß an verzweifelung sind selbstmordanschläge doch gar nicht möglich.

    die wehrsportgruppe hoffmann war auch keine terroristische vereinigung (zumindest noch nicht). einzelne (ex)mitglieder begingen anschläge, wobei deren motivation nicht ganz aufgeklärt ist. der anschlag auf das oktoberfest gibt heut immernoch rätsel auf. ohne hier verschwörungstheorien auftischen zu wollen, sollte die rolle von „galdio“ dabei nicht unterschätzt werden.

    die raf-leute waren in der tat ziemlich verzweifelt. auch bin ich der meinung, dass man nicht einfach so von DER raf reden sollte. zwischen der motivationn eines baaders und einer meinhof für die anschläge liegen welten. zumindest für die raf-ler, die in der ersten generation dabeiwaren und die das im gegensatz zu baader aus politischen gründen taten, war das auslaufen der 68er bewegung ein durchaus verzweifelndes ereignis. ensslin, raspe und meinhof dachten, dass es tatsächlich zur sozialen revolution konmmen würde. stattdessen verschwand der ganze aufruhr einfach wieder und man stand aufeinmal alleine da. ich glaube die gründuing der raf war der letzte versuch die revolution noch zu retten und in den köpfen der gründer eben auch mit allen mitteln.

  18. 18 ketzer 20. Dezember 2008 um 16:10 Uhr

    die amis schicken jetzt 20000 soldaten nach afghanistan
    um wirtschaftliche interessen in form einer ölpipeline
    vom kaspischen meer, quer durch afghanistan durchzusetzen.
    was der eigentliche grund für den einmarsch war.
    denn mit den taliban wär das nicht gegangen.
    terrorismus ist blos der aufhänger, der vorwand
    und interessiert in wahrheit keine sau.
    also wer ist hier der terrorist????????
    hat auch mal einer gesagt, man muss schauen wer davon profitiert,
    der jenige steckt nämlich dahinter.
    man muss halt mal selber seine rübe bissl anstrengen.

  19. 19 flexo 27. Dezember 2008 um 11:13 Uhr

    nochma zum terrorismus: terrorimus so gesehen ist doch nur asymmetrische kriegsführung, oder? damit ist doch noch kein urteil, über legitimität bzw. die ursache der kampfahndlungen ansich verbunden.

  20. 20 frosch 28. Dezember 2008 um 16:54 Uhr

    Rodewisch, gelbe Hütten, schütten!!!

  21. 21 schütten 29. Dezember 2008 um 19:28 Uhr

    das beweist intime kenntnis.

  22. 22 Frosch 31. Dezember 2008 um 1:28 Uhr

    Erkläre einen psychisch Kranken, dass er psychisch krank ist! Unmöglich! Aber Psychisch Kranke untereinander verstehen sich hervorrangend!

  23. 23 Anonymous 03. März 2010 um 13:16 Uhr

    das is alles gelogen !!!Robin und patrick haben alles richtig gemacht und wer es weiß der cocktail is gleich ausgegangen da hat nix gtebrannt !!!

  24. 24 wo kann ich 21. März 2010 um 10:24 Uhr

    „Wenig Solidarität, kaum einer fragte, eher Getuschel hinter vorgehaltener Hand“ – danke! *g*

  25. 25 Anonymous 18. April 2011 um 22:00 Uhr

    Die familie will es aber auch nicht andere alles streit die soll ja sich net unschuldig stellen wenn sie zu 2 14 jahren sage ich bringe euch um das fehle der meschenstand das ist meine persönliche meinung nur anzeigen und bedrohen ist freige in meine augen gegen alter habe die kein große schautze

  26. 26 donnerkeil 12. Dezember 2011 um 17:39 Uhr

    @ anonymous: lern erst mal richtig die deutsche rechtschreibung. außerdem: „der cocktail is gleich ausgegangen da hat nix gtebrannt !!!“, wohl dabei gewesen, wah? egal, obs gebrannt hat, oder nicht, der cocktail wurde geworfen und damit haben sich die jungen strafbar gemacht.

  27. 27 LOK Leipzig 21. August 2012 um 14:59 Uhr

    also leute was ich hier teilweise lese ist der hammer.
    die einen nehmen die rechten in schutz obwohl sie nicht ein wort deutsch richtig schreiben können…..LACHHAFT
    das nächste, die tellschafts waren ossis und kahmen wieder,das ist ihr gutes recht,der ostdeutsche der es zu nix gebracht hat,schimpft immer über den westdeutschen,alle anderen die es beruflich oder sonstiges geschaft haben,jammern nicht über westdeutschen.denkt mal darüber nach!!!!!!!!!
    sowas wie o. martin kannste nur wegschließen den er verbreitet son scheiß,alle eltern die zuhause schon son zeug reden,sollte man mal in ein arbeitslager stecken damit sie mal erkennen was das braune gesindel gemacht hat.als erstes würd ich die kneibenbesitzer mal dort hinschicken!!!!!!
    1 schaufel sand,hat mehr im hirn als die beiden!!!!
    die,die heute die große fresse haben hätten sich eingeschiesen damals,so siehts doch aus….ADOLF hatt sich bestimmt schon 10000000000…….. im grab rumgedreht wenn er sieht was für braunes …….. hier rumläuft und die fresse auf macht!!!!!
    eins können die rechten idioten,kinder und jugendliche ansprechen weil diese beeinflussbar sind und garnicht wissen von was der o.m. überhaubt redet den er weis es selber nicht,nur medien gelaber aus dem fernsehr,redet er nach und sonst nix!!!
    wer wählt den das rechte gesindel,die,die glauben danach wirds besser,die,die nix aus ihrem leben gemacht habe ,weil kinder bekommen…… und alkohol wichtiger waren!!!

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