Archiv für Oktober 2008

was bekommt ihr hier eigentlich auf den teller? …oder der reitbahn.vokü beim kochen in den topf geschaut!

asylsuchende finden im supermarkt nicht nur die wunder der warenwelt. zwischen den regalen lauert auch jede menge struktureller rassismus:
einkaufen geht nur mit der chipkarte vom amt — bargeld fehlanzeige! das ist nicht praktisch, sondern diskriminierend und entmündigend. asylsuchende dürfen bestimmte produkte nicht erwerben, sie können nur in wenigen läden einkaufen. das ist oft teurer als nötig, guthaben auf der chipkarte verfällt am ende des monats, es gibt keine möglichkeit geld für dringende anschaffungen zurück zu legen.
bargeld wäre ein schritt zur selbstbestimmung und normalität. (mehr…)

Hände weg vom besetzten Haus in Erfurt

Besetzte Häuser sind bundesweit mittlerweile so selten geworden, dass mensch sie an einer Hand abzählen kann. Auch legale selbstverwaltete Hausprojekte sind meist latent von der Schließung bedroht. Im April 2001 wurde ein Teil des ehemaligen Topf & Söhne- Geländes in Erfurt besetzt. Seit Oktober diesen Jahres ist das Gelände vom Abriss bedroht. Das Grundstück wurde bis zum Beginn des Jahres 2007 notverwaltet und dann an die Domicil Hausbau GmbH und Co KG aus Mühlhausen verkauft. Nachdem der Notverwalter die Besetzung geduldet hatte, kündigte der neue Besitzer Herr Golla nach einer kurzen Zeit der Duldung nun an, dass er alle Gebäude auf dem besetzten Areal so schnell wie möglich abreißen will. Geplant ist an ihrer Stelle ein Gewerbe- und Wohngebiet anzusiedeln. (mehr…)

Was ist Ökofaschismus? Ursprünge und Gemeinsamkeiten von rechter Ökologie und faschistischer Ideologie

Dienstag 4.11. | 19.00 Uhr | Reitbahnstraße 84

Vortrag und Diskussion mit Patrick Pritscha

„Umweltschutz ist Heimatschutz“ – unter diesem Motto sind rechtsextreme Gruppierungen seit Jahren aktiv, wenn es um Ökologie geht. Auf den ersten Blick könnte mensch meinen, es handle sich dabei um einen Versuch, in der Ökologiebewegung auf Stimmenfang zu gehen oder, wie schon bei der Kritik am Kapitalismus, ein scheinbar linkes Thema mit eigenen Inhalten von rechts zu „besetzen“. (mehr…)

Scheitern und Zukunft kommunistischer Gesellschaftskritik

Dienstag 28.10. | 19.00 Uhr | Reitbahnstrasse 84

Vortrag und Diskussin mit Hannes Gießler von der Leipziger Gruppe in Gründung

Ist der Kommunismus gescheitert? Oder nur schief gegangen? Oder wurde mit dem „real existierenden Sozialismus“ etwas umgesetzt, dass dem Kommunismus gar zuwider lief? Hannes Gießler glaubt, dass kommunistischer Gesellschaftskritik drei Irrtümer zugrunde lagen, die mehr oder weniger auf die schiefe Bahn des real existierenden Sozialismus führten. (mehr…)

Montag | 20.10.08 | 19:00 | Der Arbeitslohn und seine Freunde – Gewerkschaften Heute – Vortrag und Diskussion mit Peter Decker

Gewerkschaften gehen da von aus, dass der Arbeiter vom Lohn, den der Kapitalist ihm zahlt, nicht leben kann. Deshalb gründen sie sich und kämpfen. Aber wofür? Dafür, dass der Arbeiter vom Lohn, der sich für das Kapital lohnen muss, leben kann. Darüber dementieren sie den Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit, von dem sie ausgehen und fordern sehr konservativ die Versöhnung von Kapital und Arbeit. Sie sehen jeden kapitalistischen Umgang mit den Arbeitskräften als vernünftig und nötig an und wollen ihn nur noch gegen unnötige „Unternehmerwillkür“ absichern und mitverantworten. Und wenn es schlimm um ihre Arbeitsstätte steht – sei es weil ihr Kapital in der Konkurrenz unterliegt, oder sei es, dass es an einem anderen Standort noch nützlichere und billigere Arbeitskräfte auszubeuten hofft –, dann fordern sie nur noch Arbeit.
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