Einladung zum Vorbereitungstreffen für einen „politischen Dienstag“ in der ReBa 84

Warum ein „politischer Dienstag“?
Im Gegensatz zu den 80er und frühen 90er Jahren gibt es heute kaum noch lokale oder bundesweite Vernetzungen von linken bzw. emanzipatorischen Gruppen und Einzelpersonen. Insbesondere die fehlende Kontinuität der Diskussion führte in den letzten Jahren mit dazu, dass eine linke emanzipatorische Bewegung kaum noch eine nennenswerte gesellschaftliche Rolle erlangen konnte. Viele der damaligen „Selbstverständlichkeiten“ im Umgang miteinander und gegenüber Angriffen von „außen“ (z.B. im Umgang mit Polizei und Strafverfahren) sind nur noch in Ansätzen vorhanden. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wollen wir an einer besseren Vernetzung in und um Chemnitz herum arbeiten und einen politischen Diskussionsprozess fördern. Wir versuchen daher, im Zweiwochentakt einen offenen Treffpunkt zu schaffen, um über politische Themen zu diskutieren, Veranstaltungen zu organisieren und eine bessere Vernetzung von Aktivist_innen zu ermöglichen.

Welche Themen erwarten euch?
Wir wollen euch eigentlich keinen festen Themenkatalog für diesen Termin vorsetzen, sondern gemeinsam mit allen Interessierten den Themen- und Diskussionsbedarf ermitteln, um so zusammen diesen Termin zu gestalten.
Ein erstes Thema, welches wir gerne im größeren Zusammenhang diskutieren wollen, wäre das Thema „Männlichkeit, Homophobie und Sexismus innerhalb linker Zusammenhänge“. Hintergrund dabei ist der Umstand, dass in den letzten Jahren wieder verstärkt sexistische bzw. homophobe Verhaltensweisen und Äußerungen auf linken und „alternativen“ Veranstaltungen zu beobachten sind. Beispiele aus jüngster Vergangenheit hierfür sind unter anderem das Verhalten einiger Demonstrationsteilnehmer auf der „Nazis Wegbassen“ Demo am 30.05. sowie die Äußerungen von manchen ReBa-Besuchern gegenüber Frauen. Diesen Umstand gemeinsam zu reflektieren, sich der Ursachen bewusst zu werden und sinnvolle Gegenstrategien zu entwickeln, wäre für uns eines der vielen Themen, die wir in diesem Rahmen besprechen wollen.

Falls du Interesse hast, diesen „politischen Dienstag“ mitzugestalten, ob als Einzelperson oder politische Gruppe, dann komm am 15. Juli um 19:00 Uhr in das Café der ReBa 84 zum ersten Vorbereitungstreffen.


27 Antworten auf “Einladung zum Vorbereitungstreffen für einen „politischen Dienstag“ in der ReBa 84”


  1. 1 flexo 05. Juli 2008 um 12:46 Uhr

    tja, wo ist nur die vernetzung der linken gruppen geblieben? stellt doch besser die frage, was aus der linken überhaupt geworden ist. nach 1968 verschwand man in sektierischen autoritären k-gruppen, machte bei den grünen mit oder versumpfte nach dem leben im raf-untergrund im knast. die eigentlich immer so hochgelobte selbstkritik setzte wohl bei keinem wirklich ein, sonst würde man ja nicht immernoch dieselben fehler machen, die nach (bzw. schon während) lenins wirken, die linke in die diktatur führte. was ist denn jenes linke oftmals progressiv bezeichnete überhaupt? bei allen strömungen, grabenkämpfen usw. bleibt doch eigentlich ganz oberflächig betrachtet nur das streben nach einer gesellschaft mit so wenig wie möglich repression in form der staatsgewalt, gesellschaftlicher zwänge, etc. pp. war stalin auf dem weg dahin? hat castro das verwirklicht? war die ddr frei von zwängen? nein, mit sicherheit nicht. also warum solidarität mit deren bewegungen üben? warum springen wieder einige linke auf den zug der „linspartei“. ist es nicht obskur, dass die partei, die mit dem mfs das allumfassenste spitzelsysiem überhaupt errichtet hat, von leuten unterstützt wird, die sich über herrn schäubles pläne aufregen?

    und dann bleibt da ja noch wenigstens das erkannte basisproblem. dass auf *hüstel emanzipatorischen *hüstel demos, auf „scheiß schwuchteln“, „muschies“ und etc. geschimpft wird, wähend man heroisch die fahnen flattern lässt, ist ja offenbar auch schon innerhalb der „linken“ angekommen und soll ja nun auch thematisiert werden. man darf gespannt sein.

  2. 2 mosafaka 06. Juli 2008 um 18:43 Uhr

    oh du bist so klug und weißt alles besser ich danke dir für deine großartige analysearbeit… hier haste nen orden!

  3. 3 devnull 06. Juli 2008 um 20:37 Uhr

    ah, „post von flexo“. vielleicht solltest du gleich dazu übergehen ein paar urteile über die linke zu fällen, anstatt im stil von filosofen wie sokrates oder f.j.wagner fragen zu stellen, deren intention erstmal nur dir bekannt ist.

  4. 4 flexo 07. Juli 2008 um 11:52 Uhr

    also zumindest mosafaka sieht in meinem post eine analyse. natürlich drücken die fragen mehr oder weniger ein urteil meinerseits aus. rein rhetorisch sind sie jedoch trotzdem nicht. vllt übersehe ich ja schlichtweg einige dinge, die meinem urteil entgegenstehen. am rande sei bemerkt, dass das ganze selbstverständlich sehr oberflächig ist, da eine wirkliche „analyse“ wohl ein merhbändiges werk wäre.

    mosafakas reaktion zeigt aber den typisch pre-pupertären umgang mit kritik, den ich in meiner „analyse“ vergaß.

  5. 5 hors d'oevre 08. Juli 2008 um 13:08 Uhr

    ach du lieber flexo,

    du bist‘n super koch der modernen küche.
    du nimmst hier ein wildes bündel historischer fakten (arg gestutzt) und da noch ein paar aus dem zusammenhangsbeet gerissene kräuterargumente, alles ordentlich zusammenrühren, noch etwas unreflektierte kritikwürze hinzu (natürlich schon fertig, nur noch zum einrühren)… schnell soll’s gehen und schnell verdaulich soll’s sein. wer hat heutzutage schon die zeit, sich gemächlich und mit bedacht der zusammenstellung eines denkmenüs zu widmen und wer hat schon zeit, sich dies dann am tische ausschweifend zu gemüte zu führen? zum glück und zum wohle meiner hoffnung gibt es da einige menschlein, du jedoch gehörst scheinbar nicht dazu.
    extensive brain food ist halt leider, ebenso wie fast brain food, nicht jedermenschs sache!

  6. 6 hors d'oevre 08. Juli 2008 um 13:15 Uhr

    … und was die idee des politischen dienstags betrifft,
    sage ich erst einmal nur: yeah yeah yeah!!!

  7. 7 Jean 08. Juli 2008 um 14:06 Uhr

    Zu flexos Frage, „was aus der Linken überhaupt geworden ist“ lässt sich doch bezüglich Chemnitz einiges sagen:

    „Saufen bis zum Umfallen und ohne Rücksicht auf andere Besucher_innen oder gar Bewohner_innen die eigene Beschränktheit an der Welt auslassen. Widerliches Mackertum einhergehend mit sexistischen Übergriffen, homophoben Auswürfen und einem Umgang miteinander, den mensch in jeder Dorfdisko finden kann, sind bei vielen Veranstaltungen an der Tagesordnung.“

    Quelle: „Hausmeister_in“-Info der Reba, Ausgabe Juli 2008, Fazit der Redaktion zur bisherigen Nutzung des „Freiraums“ Reitbahnstrasse.

    Da sag ich erst einmal nur: ha ha ha!

  8. 8 flexo 08. Juli 2008 um 14:53 Uhr

    zum zweiten mal: natürlich war das alles ziemlich oberflächig von mir. aber erstens ist hier eben nicht der ort für wirklich tiefgehende erörterung und zweitens scheint ihr ja mit dem zustand eurer „bewegung“ auch nicht mehr so ganz zufrieden zu sein. meine methodik, formulierung und pauschlaisierung könnt ihr zurecht angreifen, aber wichtig sollte lediglich der inhalt sein. unhd wenn ich falsche zusammenhänge konstruiere, dann kläre mich doch über die wirklichkeit auf. nebenbei sind hier ja einige der meinung, dass ich viel zu viel rumklugscheißer, also warum sollte man da das niveau denn noch erhöhen?

  9. 9 hors d'oevre 08. Juli 2008 um 15:20 Uhr

    eine kleine denkhilfe für jean:

    schön, wie aufmerksam du die juli-ausgabe von hausmeister_in gelesen hast. doch auch du scheinst dazu zu neigen eintöpfe zu kochen.
    deshalb hier von mir für dich eine etwas differenziertere sichtweise auf die zusammenhänge:

    auf der einen seite steht die selbstkritik einiger reitbahnis an der entwicklung des veranstaltungsbereichs und die unzufriedenheit darüber.
    (in diesem zusammenhang ist anzumerken, dass die kritisierenden und unzufriedenen in den meisten fällen nicht diejenigen sind, welche für diese entwicklung verantwortlich sind, denn!!(zum tausendsten mal): die akteur_innen und besucher_innen der reba sind kein homogener klumpen!)

    auf der anderen seite steht die kritik an der „entwicklung der linken“.
    (ist das geschehen im (sich gerade noch entwickelnden und reifenden) veranstaltungsbereich eines einzelnen projektes in chemnitz geeignet, symbolisch die „entwicklung der linken“ zu repräsentieren?)

    und hast du den hausmeister_in-artikel eigentlich zu Ende gelesen?

  10. 10 Jean 08. Juli 2008 um 16:15 Uhr

    > und hast du den hausmeister_in-artikel eigentlich zu Ende gelesen?

    Liebe Vorspeise,
    musste ich ja, wegen der deutschen Gründlichkeit.

    Und danke für sämtliche Denkhilfen in Form differenzierter Sichtweisen! Vorher dachte ich, alle ReBa-Besucher, -Bewohner und -Sympathisanten sind ein homophober Klumpen; dank Dir ist nun klar: sie sind nicht mal ein homogener Klumpen. Eintopf koche und esse ich tatsächlich gern, natürlich ohne Klümpchen, aber gern mit Paprika.

    Ein Blick ein den Kochtopf:
    „auf der einen seite steht die selbstkritik einiger reitbahnis […]
    in diesem zusammenhang ist anzumerken, dass die kritisierenden und unzufriedenen in den meisten fällen nicht diejenigen sind, welche für diese entwicklung verantwortlich sind“

    Warum dann „Selbstkritik“?

    „ist das geschehen […] geeignet, symbolisch die “entwicklung der linken” zu repräsentieren?“

    Hm, was ist denn Deiner Meinung nach besser geeignet, „symbolisch die “Entwicklung der Linken” zu repräsentieren?“
    Ein Teller angebrannter Griesbrei?

  11. 11 fronq 08. Juli 2008 um 16:35 Uhr

    “Saufen bis zum Umfallen und ohne Rücksicht auf andere Besucher_innen oder gar Bewohner_innen die eigene Beschränktheit an der Welt auslassen. Widerliches Mackertum einhergehend mit sexistischen Übergriffen, homophoben Auswürfen und einem Umgang miteinander, den mensch in jeder Dorfdisko finden kann, sind bei vielen Veranstaltungen an der Tagesordnung.”

    @Jean & alle anderen.

    Diese Darstellung aus dem Hausmeister entspricht so nicht der Realität:
    weder wird ständig und bis zum umfallen gesoffen, noch lassen sich sexismus, homphobie und gewaltpotenzial auf alle akteure bzw. gäste
    verallgemeinern.

    innerhalb des ersten jahres gab es gerade mal eine hand voll solcher
    vorfälle, was schade genug ist aber auch nicht übertrieben werden solte. sinnvoller wäre es deshalb, diese vorfälle im einzelnen näher zu betrachten.

  12. 12 Jean 08. Juli 2008 um 16:39 Uhr

    „sinnvoller wäre es deshalb, diese vorfälle im einzelnen näher zu betrachten.“

    Ich bin bereit und warte.

  13. 13 fronq 08. Juli 2008 um 17:24 Uhr

    blöder weise war ich bei den meisten nicht persönlich zugegen und möchte aus erfahrung ungern auf hörensagen zurückgreifen…

    EIN beispiel hab ich aber: Rollfieber-Aftershow-Party am 28.06.:
    an dieser stelle muß ich mich zunächst als (mit-)verantwortlichen für diesen abend outen. Angedacht waren jedenfalls 2 Punkbands. Nachdem diese ihr zeug aufgebaut hatten, machten einige Typen plötzlich eine spontane Rapnummer, in der wohl homophobe äußerungen fielen.

    Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich gerade hinter der Bar beim „Dienst“ und hätte gar nicht eingreifen können, zumal mir der fall auch erst am nächsten tag zugetragen wurde.

    So etwas könnte man mit sicherheit besser organisieren.Aber aufgrund dieses vorfalls pauschal alle anwesenden als homophob/sexistisch darzustellen ist erstens ungerecht und zweitens absolut kontraproduktiv

  14. 14 Jean 08. Juli 2008 um 17:50 Uhr

    > So etwas könnte man mit sicherheit besser organisieren.

    Wie denn?

    > Aber aufgrund dieses vorfalls pauschal alle anwesenden als homophob/sexistisch darzustellen…

    Das hat keiner gemacht.

  15. 15 Jean 08. Juli 2008 um 17:53 Uhr

    Lieber „fronq“, ich würde Dir gern antworten, aber meine Beiträge werden gelöscht, bzw. „moderiert“. (So wie dieser hier sicherlich auch)

    Edit by Admin:
    Deine Beiträge werden nicht gelöscht! Manchmal muss ich diese nur freischalten und das mache ich immer wenn ich online bin. Wenn es mal zu Verzögerungen kommt kannst du mir das hoffentlich verzeihen… (Real Life und so nimmt auch Zeit in Anspruch…)

  16. 16 dessert 08. Juli 2008 um 18:30 Uhr

    „ist erstens ungerecht und zweitens absolut kontraproduktiv“

    ich würde mal sagen ist schlicht falsch;)

  17. 17 flexo 10. Juli 2008 um 6:58 Uhr

    öhm, wer sagt denn das von den vorkommnissen in der reba auf die ganze „linke“ geschlossen wird? nur sind diese vorkommnisse eben keine lokale besonderheit, die lediglich hier vorkommt. auf wievielen punk konzerte bsp. in anderen „alternativen projekten“ kommt es zu ausfällen, die eigentlich ganz und gar nicht so emanzipatorisch ist? seöbniges bei einschlägigen demos. insofern ist das schon ein problem, was die gesamte „linke“ betrifft. natürlich kann man auch weiterhin sagen: „wir sind ja nicht alle so.“ damit ist nur leider gar nix an der situation geändert. ich will ja nicht verallgemeinern, also gehe ich jetzt einfach mal von der theorethischen konzeption eines fiktiven einzelenen aus, von denen bestimmt einige sich in der „linken“ tummeln. dieser sieht den alternativen freiraum quasi als keimzelle einer neuen gesellschaft, in der u.a. sämtliche diskriminierung aufgehoben ist. wenn aber in diesen keimzellen homophobie, sexismus und ähnliche dinge genauso vorkommen, dann ist das ganze irgendwie leicht hinfällig. nebenbei und mal ganz unideologisch betrachtet, stellt der freiraum dann auch für die betroffene gruppe keinen freiraum mehr dar.

  18. 18 4/4 gegen 88 12. Juli 2008 um 14:46 Uhr

    @flexo
    Gehe direkt wieder in die Uni, lasse dir pseudointelligente mit Wörtern bunt aus deinem Skripten bespikte Beiträge bescheinigen.
    Zudem sie an ihrer Subjektivität und Wiedersprüchlichkeit von
    selbst scheitern.

    Deine Kommentare sind weder produktiv, noch lustig, noch objektiv relevant also LANGWEILIG!!!
    Schreib weiter im freien-netz dort interessieren vieleicht deine pseodointelligenten powi Kommentare oder schreib eine Mail an den netten Herrn Jesse aber hier machst du dich nur lächerlich!!!

  19. 19 flexo 13. Juli 2008 um 14:03 Uhr

    @4/4)

    dann zeig mir doch bitte meine wi(e)dersprüchlichkeiten auf anstatt einfach nur auf unterstem niveau rumzupöpeln. vielLeicht wäre das dann nicht pseUdointelligent, sondern wirklich produktiv. deine reaktion ist leider keine widerlegung, sondern eher eine bestätigung meiner aussagen.

  20. 20 4/4 gegen 88 13. Juli 2008 um 15:12 Uhr

    „meine methodik, formulierung und pauschlaisierung könnt ihr zurecht angreifen, aber wichtig sollte lediglich der inhalt sein. unhd wenn ich falsche zusammenhänge konstruiere, dann kläre mich doch über die wirklichkeit auf.“

    Der Inhalt von Pauschalisierung und Übertreibung ist Hinfällig!!!
    Und bitte wo soll so etws produktiv sein.

    „mosafakas reaktion zeigt aber den typisch pre-pupertären umgang mit kritik, den ich in meiner “analyse” vergaß.“

    Du wirfst Leuten soetwas vor und weinst dann wenn man dir sagt das du lieber nocheinmal in deine Powi Vorlesungen gehen solltest man würde dich „anpöbeln“.

    Ich werde mir gleich mal die Skripte von eurem so geliebten jedoch sehr fragwürdigen Herrn Jesse durchlesen da findet ma mit Sicherheit dein unprdoduktives Geschwafel.

    Dein erster Kommentar ist nur eine Auflistung einiger Schlagwort nicht mehr.
    Die allerdings nicht wirklich etwas mit dem eigentlichen Thema
    zu tun haben.
    Es sind immer wieder die gleichen verallgemeinerten haltlosen Argumente die von Leuten deiner Seite kommen…
    Die DDR, DieLinke sei die SED, Stalin, Lenin, warte du
    hast Mao vergessen.
    Langweilig!!!

    Es geht um Diskussion und Auseinandersetzung!!!

    „Falls du Interesse hast, diesen „politischen Dienstag“ mitzugestalten, ob als Einzelperson oder politische Gruppe, dann komm am 15. Juli um 19:00 Uhr in das Café der ReBa 84 zum ersten Vorbereitungstreffen.“!!!

    PS: Wo siehst du Bitte in meinem Kommentar Niveaulosigkeit?

  21. 21 aha 14. Juli 2008 um 11:26 Uhr

    “Falls du Interesse hast, diesen „politischen Dienstag“ mitzugestalten, ob als Einzelperson oder politische Gruppe, dann komm am 15. Juli um 19:00 Uhr in das Café der ReBa 84 zum ersten Vorbereitungstreffen.”!!!

    jetzt werden zum politischen dienstag also schon würste wie flexo eingeladen. ich dachte auf der reba gäbs einen konsens was derartige leute angeht. jetzt soll über sexismus, nationalismus etc. diskutert werden und dazu holt mensch sich dann nationalisten ins boot???
    unverständnis meinerseits!!!

  22. 22 flexo 14. Juli 2008 um 12:42 Uhr

    eine gewisse pauschalisierung lässt sich ziemlich schwer vermeiden. zu der tiefe meiner kommentare habe ich mich ja bereits mehrfach geäußert. ich benenne tatsächlich nur probleme, die MIR auffallen. falls an diesen nichts dran sein sollte, bitte ich zum dritten oder vierten mal um eine richtigstellung. da es ja deiner meinung nach allgegenwärtige vorwürfe sind, wäre zumindest diese widerlegung für „euch“ wie für mich produktiv.

    mosfakas kommentar war nun mal nichts andeeres als eine kindliche (also prepupertäre) trotzreaktion. „geh doch wieder in die uni“ ist nicht unbedingt besser und auch auf die diskussion bezogen noch gerade der zenit des niveaus. von der orthografie will ich da gar nicht mal lesen. wie kommst du überhaupt darauf, dass ich studiere? und was wäre denn daran so schlimm?

    von jesse hab ich eigentlich nichts über den derzeiutigen zustand der linken gelesen.

    meine argumente gehen keinesqwegs in die richtung, dass links = stalin, etc. ist. allerdings ist die linke vor vielen jahren eben in diese richtung gerannt und letztebndlich in einer autoritären diktatur gelandet. das, was dabei rauskam, ist meinen vorstellungen zu folge eben gerade nicht „links“. und es ist auch nicht ein übergangsstadium zur klassenlosen gesellschaft, wie einige ewig gestrige immernoch behaupten. und genau da fehlt mir „eure“ kritik. man hört vereinzelt mal: „naja, das war ja eigentlich kein richtiger kommunismus“, aber das ist irgendwie schon das ende der fahnenstange.

    lass bitte lenin daraus. ich würde lenin niemals in einem atemzeug mit leuten, wie mao oder stalin nennen.

    und nun noch zu „die linke“. personell gesehen handelt es sich doch mehrheitlich um die sed, oder? reformen hin oder her, ich halte es für unmöglich, dass die duckmäuse und ja-sager eines autoritären regimes, die revolutionäre der zukunft sein können. natürlich können sie durch reformen zu einer „ganz normalen demokratischen partei“ werden. übrig bleibt dann leider nur eine kapitalistische partei, die auf populismus und reaktionären „früher war alles besser“-phrasen aufbaut.

    nebenbei, wo ist eigentlich meine seite?

    diskussion und auseinandersetzung. vllt schon, aber zum, großteil nur unter gleichgesinnten. wie mit kritik von außen umgegangen wird, sieht man hier ziemlich gut. ich hab auch nicht unbedingt interesse, bei euch mitzumischen. ich schildere lediglich, wo ihr aus meiner sicht gerade steht.

  23. 23 mosafaka 24. Juli 2008 um 20:14 Uhr

    ok damit du ruhig schlafen kannst: es ist nicht so. ich hoffe das reicht dir.
    zu mal ich die linke auch scheiße finde, und stalin und mao und selbst lenin kann gerne mal ausführlich kritisiert werden, nur hat das nichts mit „der deutschen linken“ oder sonst was zu tun. denn diese ist genauso heterogen wie die menschen die in der reba ihr bier trinken, wahrscheinlich sogar noch viel heterogener. aber was willst du eigentlich? ich muss zugeben ich habe jetzt nicht die ganze diskussion gelesen und werde es auch nicht mehr tun, aber was erwartest du wenn du so etwas schreibst wie in deinem posting? ich meine wenn ich dich als reaktionären arsch beschimpfe kriegst du sicherlich auch nicht wirklich lust jetzt darauf eine schwer durch dachte mehr seitige antwort zu schreiben.
    ich finde deinen ersten post beschissen und ich bleibe dabei, aber ich persönlich würde das alles eher an einem politischen gespräch erörtern als mir hier die finger taub zu tippen. ich muss aber auch „aha“ rechtgeben, denn ich persönlich fühle mich von einer kritik aus der bürgerlichen „mitte“ bzw. auch rechten überhaupt nicht angesprochen, sondern denke wenn es probleme in linken zusammenhängen gibt und inhaltliche unstimmigkeiten sollte das auch in diesen zusammenhängen geklärt werden. in linken räumen ist kein platz für nationalistische oder andere reaktionäre propaganda.

  24. 24 flexo 30. Juli 2008 um 12:41 Uhr

    sicherlich ist die kinke in deutschland nicht heterogen, aber insgesamt sehe ich sie in einem bedauernswerten zustand. ich bewerte den zustand allerdings nicht von außen, sondern messe sie an ihren eigenen maßstäben. da ich nicht viel vom schubladendenken a là links und rechts halte, fällt es mir auch schwer, mich irgendwo einzuordnen. daher kann ich schlecht darauf eingehen, ob ich die kritik nun von außen oder innen bringe. die hauptkritik istb aber eine wandlung innerhalb der linken: wie kommt eine progressive bewegung zu einer autoritären position? und seit wann beginnen linke moralistisch zu argumentieren?

    wo verbreite ich hier denn nationalismus? es geht mir nicht darum irgendwen zu irgendwas zu bekehren, sondern mir unverständliche haltungen nachvollziehen zu können.

    wenn du mich als reaktionären arsch beschimpft, würde ich nachfragen, wo du das reaktionäre element bei mir siehst. gleichzeitig sehe ich es jedoch als ziemlich unmöglich an, komplett revolutionär zu sein, da ich nun mal durch die gegenwärtigen verhältnisse sozialisiert wurde und diese auch zu einem gewissem anteil mehr oder weniger reproduziere.

  25. 25 Typ mit Knarre 04. August 2008 um 16:12 Uhr

    Sollte am vergangenen Dienstag nicht die erste politische Diskussionsrunde stattfinden?
    Da wollte mensch sich, wenn ich mich recht erinnere, mit dem Thema Utopie beschäftigen.
    Das schienen aber alle vergessen zu haben.

    Was bleibt ist die Utopie eines politischen Dienstags, der auch wirklich stattfindet. *brrr*

  26. 26 du musst auch ziehen 05. August 2008 um 11:18 Uhr

    da war das thema utopie wohl nicht so interessant.

  27. 27 ulf faltermeyr 25. August 2008 um 12:44 Uhr

    Vielleicht klappts ja wieder beim nächsten mal. Wie wärs mit: Kulturindustrie?

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