Demo „4/4 GEGEN 88 – SCHÖNER LEBEN OHNE NAZILÄDEN PT. III“ der Antifaschistischen Aktion Karl-Marx-Stadt

NAZIS WEGBASSEN AM 30.05.2008 – 15 UHR CHEMNITZ HAUPTBAHNHOF
4/4 GEGEN 88 -
SCHÖNER LEBEN OHNE NAZILÄDEN PT. III

Aufruf kurz:
Auch Chemnitz hat ein “Thor Steinar”-Problem

Der Laden “Waffen-Army-Shoes” zieht von der Theaterstraße auf die Straße der Nationen um. Am 30.5. öffnet der Laden dann seine Türen. Dabei zeigt sich schon im Vorfeld auf welche Kundschaft es primär abgesehen wird, auf Nazis.

Das Reklameschild davor bildet das “Thor Steinar”-Symbol ab und daneben ist die Aufschrift “Waffen-Army-Shoes” zu lesen. Spätestens jetzt müssten die Menschen, die in diesen Laden immernoch einkaufen – ist ja “politische neutral” – mitbekommen haben, dass dort nicht nur Kleidung und ähnliches verkauft wird, sondern auch einer menschenfeindlichen Ideologie Vorschub geleistet wird. Der Umstand das auch “die linke Seite” bedient wird, macht die Situation damit noch schlimmer. Es kann bei dem Verkauf von Nazimarken nicht darum gehen, welches Sortiment zusätzlich noch angeboten wird, sondern die Tatsache das Marken wie “Thor Steinar” angeboten werden, macht sie mitschuldig an der Verbreitung des Gedankengutes der Nazis.
Aus diesem Anlass wird am 30.5. eine Demonstration unter dem Motto “4/4 gegen 88 – Schöner Leben ohne Naziläden Part III” stattfinden.

Aufruf lang:
///DIE WAHRE MITTELSTANDSMEILE

Wenn es überhaupt einen Mittelstand geben sollte, so sind das brave, stolze Deutsche, wie Tobias Schneider, der von seinem „Waffen-Army-Shoes“-Schmuddelwürfel gegenüber dem Hotel Kongress am 30. Mai 2008 in die „Filet-Lage“ der Straße der Nationen umzieht. Er vollzog mit dem Sortiment seines Ladens die gleichen Veränderungen, die sich in Chemnitz in den letzten zehn Jahren zeigten. Denn neben „Aufnäher mit Che Guevara, Buttons gegen den Faschismus und noch viel mehr für ‚Linke’“ gesellten sich heimlich, still und leise „White power“-Embleme und die beliebte Camouflage von „Thor Steinar“ in die Warenwelt des Ladens. Hier regieren wieder die Gesetze des freien Marktes: Wo die Nachfrage ist, da werden erst die Angebote geschaffen. Lediglich mit „linken“ Accessoires lässt sich kein Geld mehr verdienen. „Für mich als Kaufmann zählt nur legal oder illegal.“, schrieb er dazu einst als Reaktion an die alternative Stadtzeitung „FreibÄrger“.

///VIELE KLEINE „ACKERMÄNNER“?

Tobias Schneider ist der kleine, von Gewissensbissen (be)frei(t)e Geschäftsmann. Seine Verantwortung für die Gesellschaft tendiert ungefähr gegen null. Als Geschäftsmann braucht er sich darum auch keine Sorgen zu machen, denn in der ökonomischen Sphäre hat die Moral rein gar nichts zu suchen.1
Doch was gesellschaftliche Normalität ist, nämlich die Handlungsweisen zur Gewinnmaximierung, stößt in seinem Falle besonders negativ auf. Sein Umgang mit verschiedensten und sich einander aufs krasseste ausschließenden Ideologien und Symboliken sowie der Verweis auf die eigene „Neutralität“ als „Kaufmann“ erscheinen einerseits dem lebensweltlich orientierten Menschen, für den jeweils rechte bzw. linke Symbole und Codes noch einen Inhalt besitzen, als paradox und irrational. Andererseits ist unter der Maßgabe der „Neutralität“ des „Kaufmanns“ alles möglich und im Sinne eines „laufenden“ Geschäfts damit auch rational.

///ODER DOCH EIN PROVOKATEUR?

Und er weiß, dass er mit der bereits einmal indizierten, mittlerweile jedoch wieder erlaubten Marke „Thor Steinar“ Treffer landen kann. Diese wird, im Gegensatz zu den fälschlicherweise als „Nazi-Marken“ gebrandmarkten „Lonsdale“, „Everlast“ oder „Alpha Industries“, tatsächlich von Neonazis kreiert, vertrieben und schließlich wieder gekauft. Während Marken wie „Fred Perry“ und „Lonsdale“ sich in öffentlichen Kampagnen von ihren „Nazikunden“ distanzieren, fühlt sich „Thor Steinar“ in jener Grauzone offensichtlich sauwohl und denkt überhaupt nicht daran, die offenkundigen Verstrickungen zu verleugnen. „Frühere Recherchen des Antifaschistischen Infoblattes (AIB) haben Mitarbeiter_innen der „Thor Steinar“ vertreibenden „Mediatex GmbH“ enge Kontakte zur deutschen und europäischen Neonaziszene nachgewiesen. Dass Einnahmen der „Mediatex GmbH“ in rechte und rechtsextreme Strukturen fließen, kann nicht ausgeschlossen werden.“ (Broschüre „Investigate Thor Steinar“)
Dieser verwegene Mythos der Marke „Thor Steinar“, ist ein Pfund, mit dem es sich zu wuchern lohnt. Und Schneider weiß, dass Geld nicht stinkt.

///ANGST VOR DEN „EXTREMISTEN VON LINKS UND RECHTS“

„Das zieht eine Szene an, die wir in der Stadt nicht haben wollen.“, lässt die Freie Presse vom 30. April 2008 den Chemnitzer Tourismusmanager Quast vieldeutig sagen und fügt kongenial an, dass in Leipzig vor wenigen Monaten 2000 Menschen gegen ein ähnliches Geschäft protestierten. Die Assoziationen haben also freien Lauf, wenn es darum geht, wer hier den „Imageschaden für die Innenstadt“ verursacht.
Auch die internationalen Händler, die den neuen Naziladen einrahmen, äußern ähnliche Bedenken: Sie wiederum haben Angst, die Opfer der durch Linke provozierten Rechten zu werden. Ein Tohuwabohu der durchgedrehten, enthemmten und irrationalen Extremisten, in dem der fleißige, arbeitende Ottonormalmensch und seine vor wenigen Jahren aufgehübschte Innenstadt nur die Leidtragenden sein können.

///NESTBESCHMUTZER RAUS!

Wenn Mensch diesem durch eine breite Öffentlichkeit getragenen Deutungsmuster folgt, so wird ersichtlich, dass die Naziläden nur umweghaft abgelehnt werden. Nämlich nicht als identitätsstiftende und -festigende Orte der Warenwelt für Rechtsextremisten und Neonazis, die sich dort mit „Herrenrasse“ und NSDAP-Schriftzügen ausstatten können, sondern als ruhestörende Unorte der Auseinandersetzung zwischen orts- und gesellschaftsfremden Extremisten, die die restliche immune – da demokratische – Gesellschaft nur belästigen können.2
Oder anders ausgedrückt: Es gibt kein ernsthaftes gesellschaftliches Interesse an der Analyse der Verbreitung rechtsextremer Anschauungen im Sinne eines Fokus auf die „Mitte der Gesellschaft“, in der offenbar bei solcherart Pressemeldungen schon Einiges im Trüben liegt.

///RATEN SIE MAL:
DEUTSCHLANDS UMSATZSTÄRKSTER VERTRIEB VON „THOR STEINAR“
HAT SEINEN SITZ IN….?

Wenn alle Stricke reißen und die örtliche Öffentlichkeit nicht zur geringsten Analyse fähig ist, freuen wir uns auch über die Erkenntnisse des Verfassungsschutzes: „Das umsatzstärkste rechtsradikale Geschäft Deutschlands befindet sich in Chemnitz.“, fühlte sich die Freie Presse im März angesichts der ansonsten gern heruntergespielten Brisanz des Inhalts verpflichtet, den Pressesprecher des Landesamtes zu zitieren. Warum bitte ist ausgerechnet die Stadt, die sonst nie „Spitze“ ist, der„Herrenreiter“ der Naziökonomie?
Diesmal ging es aber nicht um unseren Herrn Schneider, der wohl weiterhin Mittelklasse fahren muss, sondern um das „Rascal“ an der Limbacher Straße, das als bundesweit größter Vertrieb von „Thor Steinar“ gilt. Auch hier gilt die Harmonie des sich politisch gegenseitig Ausschließenden. Der Doppelladen „Chemden Town Market“ besteht aus dem „Rascal“ für Nazis und Skinheads (die nicht unbedingt „rechts“ sein müssen) und dem „Clash“ für „Linke“ und Punks. Das Geheimnis des unfassbaren Umsatzes liegt hier im Internetversandhandel begründet, aber auch in der Position des „Rascal“ als wichtigster Knotenpunkt des Weitervertriebs der Marke „Thor Steinar“ an andere Händler im gesamten Bundesgebiet.

///ANGST UM DEN „RENTNERSTANDORT“

Dass die Ladenbesitzer ernsthaft um ihren „ruhigen“ Standort bangen, zeigten sie mit ihrer angstmotivierten Anwesenheit bei der Auswertung der letzten Demonstration gegen Naziläden im Rothaus im Oktober 2006. Eine Vertreterin des „Rascal“, die den ebenso anwesenden Backstreetnoise-Besitzer Hendrik Lasch freundlich grüßte, beteuerte glaubhaft, dass sie kein „Nazi“ sei. Auch bestritt sie jeden Zusammenhang zwischen „Thor Steinar“ und der Neonaziszene. „Die tragen das halt, na und? Was kann isch´n da dafür?“ Ebenso wie bei Schneider, ist hier jedes weitere Wort zu viel. Vielleicht ein holpriges Bonmot: Hier können nur Gesetze helfen, oder die Zivilgesellschaft hilft beim Naziläden schleifen. Oder das Schönste: Mensch stelle sich vor, wir hätten Naziläden und keiner geht hin.

///DIE TRIVIALITÄT DES BÖSEN

Es zeigt sich also: Die Ladenbesitzer sind arme, kleine Ackermänner und keine bösen, neonazistischen Dämonen. Ihre Verantwortungslosigkeit und die der schlafmützigen Chemnitzer „Öffentlichkeit“ muss leider wie immer durch uns übernommen und ausgeglichen werden, wie armselig das auch immer aussehen mag. Die bis zur Unkenntlichkeit heruntergemorphte Erbmasse einer „Zivilgesellschaft“ der modernen Schrottstadt Chemnitz geht wieder einmal ins letzte Gefecht, den bedenkenlosen und darin tatsächlich auch dummen Charaktermasken des neonazistischen Kapitals, das Geschäft ein wenig zu vermiesen.

///UND DAS WAHRE BÖSE??

Die Unterscheidung mag nicht sonderlich relevant sein, aber in ihrer Eigenschaft als desinteressierte „Kaufmannsläden“ verhalten sich „Rascal“ und „Waffen-Army-Shoes“ zum Lasch´schen „Backstreetnoise“-Imperium, so wie „Lonsdale“ und „Everlast“ zu „Thor Steinar“. Denn bei den im Heckert-Gebiet ansässigen „Backstreetnoise“ und „PC-Records“ handelt es sich um unmittelbare Ausdünstungen aus den inneren Kreisen der klassisch gewaltbereiten Neonazi-Elite, die noch aus Karl-Marx-Städter Zeiten herrühren. Bei all dem Rummel um Schneider und seinen Innerstädtischen „Thor Steinar“-Shop, sollte nicht vergessen werden, dass da draußen ein ungleich gefährlicherer Bolide im blinden Winkel der öffentlichen Wahrnehmung lauert, der mit seinem Angebot aus grenzwertiger Herrenrassenmusik und offen bejahenden Verweisen auf das Dritte Reich in direkter Nachbarschaft zu einer Mittelschule richtig gute Geschäfte macht.

///ZUM VERGLEICH (AUCH WENN ES LANGSAM NERVT): LEIPZIG

Die von der Freien Presse angesprochene Demonstration von 2000 Menschen gegen das in der Leipziger Innenstadt angesiedelte „Tønsberg“ und die nicht nachlassenden Unruhen rund um den Laden in Form von Farbbeuteln, Steinen und besorgten Briefen an die Stadt, führten letztlich dazu, dass OB Burkhardt Jung verlautbarte, sich „persönlich“ dafür einzusetzen, dass der Mietvertrag zwischen „Tønsberg“ und einem privaten, also keine Rechenschaft schuldigenden Vermieter, aufgelöst würde. Frau OB Ludwig hingegen sagte auf einem öffentlichen Podium hinsichtlich des Umgangs mit dem ungleich gefährlicheren „Backstreetnoise“ angestrengt: „Das haben wir damals schon einmal probiert, doch es hat nichts gebracht. Aber wenn sie wollen, nehm ich´s noch mal mit.“, was soviel bedeutet wie: es regt sich niemand auf, also ist es egal. Zugegebenermaßen ist Lasch der Besitzer der Immobilie an der Dr. Salvador Allende Straße, was eine Intervention ungleich erschwert. Nichtsdestotrotz wurde in der Vergangenheit nicht entsprechend gehandelt und auch diesmal wird es schwer werden, ein institutionelles Einschreiten zu erwirken. Nur nach vernehmlichen Druck einer Gesellschaft, die sich nicht mit solchen Phänomenen abfinden mag, gehen die Politiker „in die Spur“, erfüllen mithin den „Wählerwillen“, der hier jedoch ein anderer zu sein scheint: Im Heckertgebiet wohnen 40 000 Hooligans.

///„NAZIS WEGBASSEN“

Wie gezeigt werden sollte, ist Schneider ein armseliges, deutsches Bockwürstchen, das nicht sehen will oder dem es schlicht egal ist, von welcher gefährlichen gesellschaftlichen Strömung es profitiert. Seine Wut an ihm als Menschen auszulassen, hieße, seinen eindimensionalen Charakter als „böse“ zu lesen. Der Umzug des „Waffen, Army & Shoes“ ist nur ein weiterer Anlass uns zu beschweren über Zustände, die nun schon seit mehreren Jahren hingenommen werden wollen, und nicht Auslöser unserer vehementen Kritik. In dieser Hinsicht haben wir auch keine „linke“ Lust mehr auf eine Demo im herkömmlichen Sinne von Betroffenheit, Schuldzuweisung und destruktiver Wut gegenüber den „Scheißnazis“ und der „Scheißgesellschaft“, auch und vor allem weil es uns langsam aufregt, die zwar selbstgewählte, anscheinend aber notwendige Rolle der ewigen Nörgler einzunehmen.
Nein, farbenfroh, laut, mit einem Herzen voller guter Musik möchten wir von der Straße aus dem Herrn Schneider und allen anderen Zuguckern ein schlechtes Gewissen einbassen. „Waffen-Army-Shoes“, „Rascal“ und wie sie alle heißen, mögen sich richtig schämen!

  1. Dies ist jedoch nicht so zu verstehen, als gäbe es einen Spielraum zwischen „moralischer“ und „weniger moralischer“ Ökonomie, da jede Form von „vermenschlichenden“ und damit moralischen Anspruch an ebendiese, einmal in jene Sphäre eingetaucht, in ihr einverleibt und aufgelöst wird. [zurück]
  2. Nicht umsonst wird bei den mannigfaltigen rechtsradikalen Vorkommnissen in den letzten Monaten, von Bürgermeistern, Landräten und Feuerwehrmännern gebetsmühlenartig hervorgehoben, dass die Täter „nicht von hier“ seien. Es gäbe wohl Orte, in denen „Nazis“ lebten, die seien aber immer jeweils nicht „hier“. [zurück]

weitere Infos und Mobi Stuff hier


39 Antworten auf “Demo „4/4 GEGEN 88 – SCHÖNER LEBEN OHNE NAZILÄDEN PT. III“ der Antifaschistischen Aktion Karl-Marx-Stadt”


  1. 1 aak 22. Mai 2008 um 16:21 Uhr

    NAZIS WEGBASSEN! – JETZT ERST RECHT.
    30.05.2008 15.00 Uhr Hauptbahnhof Chemnitz.
    Stellungnahme des Demobündnisses zum Brief von Tobias Schneider (Inhaber Waffen -Army – Shoes) an die Chemnitzer Oberbürgermeisterin und die Chemnitzer Stadträt_innen.
    Vor wenigen Tagen erreichte ein offener Brief des Inhabers von „Waffen-Army-Shoes“ die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig sowie die Chemnitzer Stadträt_innen. Dieser Brief ist gefüllt mit Unterstellungen und sachlich falschen Behauptungen. Diese werden wir im folgenden exemplarisch aufzeigen und richtig stellen.
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    „Ich habe die Hetzkampagnen gegen die Bekleidung von Alpha Industries, Fred Perry, Ben Sherman und Lonsdale miterlebt. Von allen Marken wurde behauptet, dass Sie rechtsextremes Gedankengut vermitteln. Heute sind wir bei ThorSteinar und morgen wird es eine andere Marke sein.“ (…) „Das mein Warensortiment zu unterschiedlichen Meinungen führt, liegt in der Natur der Sache.“

    Zunächst stellen wir klar, dass „Thor Steinar“ nicht mit Alpha Industries, Fred Perry, Ben Sherman und Lonsdale vergleichbar ist.
    Wie Sie in der umfangreichen und lesenswerten Broschüre
    Investigate ThorSteinar
    erfahren können, wurde mit Thor Steinar die rechte Szene von Beginn an unterstützt. Dies ist bei keiner anderen der genannten Marken der Fall. Gerade Lonsdale hat sich mit einer Kampagne „Lonsdale loves all colours“ klar gegen Rechts positioniert und ihren Ruf rehabilitiert.
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    „Die Aktion: „Freie Städte ohne Naziläden“ gleicht der Aktion der Nazis: „Kauft nicht beim Juden“"

    „Jeder von Ihnen sollte sich darüber Gedanken machen, das die politischen Verantwortlichen der Aktion: „Saubere Städte ohne Naziläden“ die gleichen Argumente benutzen, die vor 75 Jahren das nationalsozialistische System mit Ihren Vernichtungsfeldzug gegen die Juden: „Kauft nicht beim Juden“ benutzte.
    Auch damals nahm sich eine politische Gruppierung das Recht heraus zu entscheiden, was Richtig und Falsch ist.“

    „Schöner Leben ohne Naziläden“ ist eine Kampagne gegen Naziläden in Sachsen – gegen Läden, die mit dem Verkauf von Kleidung, Musik etc. den rechten Lifestyle und rechtes Gedankengut fördern und unterstützen.
    Genau dieses Gedankengut, was im Nazideutschland dazu führte, dass jüdische Geschäfte boykottiert und verboten wurden.
    Die Gleichmacherei verharmlost den mörderischen Antisemitismus und die Verbrechen der Nazis. Sie ist beleidigend für alle Menschen, die gegen Antisemitismus, Rassismus und Faschismus vorgehen.
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    „Am 30.05.2008 haben Sie, die Führungskräfte der Stadt Chemnitz, eine Demonstration linker Gruppierungen im Zentrum der Stadt genehmigt.
    Diese Entscheidung wurde auf Druck der Gewerkschaft Verdi und der Linkspartei, in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Stadtverwaltung, getroffen.“

    §14 Abs.1 VersG
    Wer die Absicht hat, eine öffentliche Versammlung unter freiem Himmel oder einen Aufzug zu veranstalten, hat dies spätestens 48 Stunden vor der Bekanntgabe der zuständigen Behörde unter Angabe des Gegenstandes der Versammlung oder des Aufzuges anzumelden.
    Eine Genehmigung ist nicht notwendig.
    Die Stadtverwaltung hat demnach keinem Druck nachgeben müssen, sondern sich schlichtweg an die rechtlichen Vorgaben gehalten.
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    „Sie nehmen bewusst in Kauf, dass mit Ihrer Entscheidung politische Krawalle in der Innenstadt vor programmiert werden.“

    „Pressemitteilung an alle Medien über organisierte Krawalle durch die Stadtverwaltung zwischen Rechten und Linken am 30.05.2008.“

    Die Demonstration soll bunt und laut sein. Von Krawallen spricht nur Herr Schneider. Sollte Herr Schneider etwas über organisierte Krawalle wissen, bitten wir ihn, dies kund zu tun.
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    „Das Sie, für Ihre eigenen politischen Ziele oder die Ziele einer einzelnen politischen Gruppierung, die Bürger und Gewerbetreibende der Stadt Chemnitz gefährden und der Stadt, der Region und dem Land einen weiteren Imageschaden zufügen, ist unverantwortlich.“

    Der Verursacher des Imageschadens ist einzig und allein Tobias Schneider, sein Laden und dessen Kundschaft. Schneider versteht es offenbar sehr gut sich selbst in eine Opferperspektive zu rücken und den armen unschuldigen Geschäftsmann zu spielen. Dass in seinem Laden Ware verkauft wird, die rechtes Denken fördert und unterstützt, verschweigt er. Dabei ist es doch gerade das, was den umliegenden Gewerbetreibenden (ein Asia-Markt sowie ein orientalisches Reisebüro) schaden könnte.
    Eine Demonstration gegen rechte Strukturen ist weder eine Gefahr noch schadet sie dem Image einer Stadt.
    Mögliche Krawalle, wie Herr Schneider sie einen Absatz weiter vorn vorhersehen will, gehen von der Kundschaft des Waffen-Army-Shoes aus und sind von den Veranstaltern der Demonstration nicht erwünscht.
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    „Es lag in Ihrem Ermessen, mit der Wahl eines sicheren Veranstaltungsortes, sowohl die Rechte der Demonstranten, als auch der Bürger der Stadt Chemnitz zu gewährleisten.“

    „Es bleibt unstrittig, daß ein Veranstaltungsort außerhalb des Stadtzentrums die Wahrscheinlichkeit von Zusammenstößen zwischen Rechts und Links extrem minimiert.“

    §1 Abs.1 VersG
    Jedermann hat das Recht, öffentliche Versammlungen und Aufzüge zu veranstalten und an solchen Veranstaltungen teilzunehmen.
    Eine Einschränkung dieses Grundrechtes durch aufgebrachte Ladenbesitzer existiert nicht.
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    „Die Durchsetzung politischer Interessen mit administrativen Mitteln, zugunsten einer einzelnen Partei, verstößt gegen jede Rechtsstaatlichkeit und widerspricht den Prinzipien einer Demokratie.“

    Die Demonstration bedient sich nicht administrativer Mittel, sondern ist eine Meinungsäußerung eines antifaschistischen Bündnisses.
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    „Mich erinnert diese Vorgehensweise sehr an den Fall Gleiwitz von 1939. Damals inszenierten die Nazis einen Überfall, der später als Begründung für den II. Weltkrieg herhalten mußte.“

    Dieses Zitat beweist, in welche Sphären sich der Herr Schneider bewegt. Diese vollkommen irrationale Denkweise ist nur ein weiterer Beweis für die Verdrehung der Täter-Opfer Perspektive, wie sie von den Rechten so gern betrieben wird. Eine Anti-Nazi-Demonstration mit einem inszenierten Naziüberfall gleichzusetzen, der Begründung für den 2. Weltkrieg war, ist pseudoargumentativ unter der Gürtellinie und sollte für jeden denkenden Menschen keiner weiteren Erklärung bedürfen.
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    „Da die Entscheidung der Stadtverwaltung, aus meiner Sicht, kriminell ist, …“

    Aus der Sicht von Tobias Schneider ist die Entscheidung kriminell. Dies wird nicht mit Fakten unterlegt, sondern ist eine Behauptung eines aufgebrachten Ladenbesitzers. Es gibt auch keine Fakten, die dies belegen können, denn selbst, wenn man der Demonstration am 30.05. skeptisch gegenübersteht: Es ist eine legale, sich in den Grenzen des Gesetzes bewegende, angemeldete Demonstration.
    Und sie wird stattfinden.

  2. 2 säki 22. Mai 2008 um 16:28 Uhr

    genau!

  3. 3 Pete 27. Mai 2008 um 11:09 Uhr

    Freie Presse – Chemnitzer Zeitung, von heute:

    T-Shirts, Jacken und Proteste

    Gewerkschaft, Parteien und linke Gruppen wollen am Freitag gegen neuen Laden in der Innenstadt demonstrieren

    Ein neuer Laden an der Straße der Nationen erregt die Gemüter. Dort wird Markenkleidung verkauft, die angeblich bevorzugt von Rechten getragen wird. DGB und Linke planen am Freitag Protestaktionen. Während der Inhaber des umstrittenen Geschäfts frohlockt, wächst in der Nachbarschaft die Verunsicherung.

    Von Swen Uhlig

    Der Eingang des Ladengeschäfts an der Straße der Nationen 46 wirkt bedrohlich. Stahlplatten verbergen den Blick ins Innere, ein massives Gitter versperrt den Zugang. Über der martialischen Pforte steht in roten Klebebuchstaben: „Neueröffnung am 30. Mai.“ Den Termin haben sich auch linke Gruppen, Parteien und die Gewerkschaften vorgemerkt. Am Freitag wollen sie demonstrieren und protestieren – gegen den Laden, gegen den Ladeninhaber, vor allem aber gegen das Sortiment, dass er dort vertreibt. Es sind weniger die legalen Waffen wie Schreckschusspistolen oder Luftdruckgewehre, die den Unmut erregen. Vielmehr geht es um T-Shirts, Jacken und Hemden einer ganz bestimmten Marke: Thor Steinar. „Die Marke ist bei Jugendlichen der rechten Szene sehr beliebt“, begründet die Chemnitzer DGB-Chefin Heidi Becherer den Protest. Mit einer Kundgebung wollen Gewerkschaft und die Partei Die Linke Druck auf den Ladenbesitzer und dessen Vermieter ausüben. „Am besten wäre es“, sagt Becherer, „wenn es genauso läuft wie in Leipzig.“ Dort hatte ein Thor-Steinar-Geschäft nach öffentlichem Druck wieder schließen müssen.
    Irgendwie mag Tobias Schneider da nicht mitmachen. Schneider ist Inhaber des umstrittenen Geschäfts „Waffen, Armee, Schuhe“ und sieht gerade so aus, als ob er sich in der Rolle des „Bad Guy“, des bösen Typen, nicht unwohl fühlt. „Am Ende gewinne ich sowieso“, sagt er fast selbstgefällig und streicht sich über den kahlrasierten Schädel. Und überhaupt: Er lasse sich doch nicht diktieren, was er im Sortiment zu führen habe und was nicht. Den ganzen Rummel um sein Geschäft könne er zwar nicht verstehen, nehme ihn aber gern hin. „So wird der Laden wenigstens bekannt“, sagt er.
    Schneiders Nachbarn an der Straße der Nationen könnten auf diese Art der Bekanntheit wohl eher verzichten. „Natürlich befürchten wir, dass der neue Laden Kunden anzieht, die für unser Geschäft nicht gerade förderlich sind“, sagt Ibrahim Mannaa, der gleich nebenan ein Reisebüro betreibt. Seine Sorgen habe er dem Vermieter, der Süweda Immobilien GmbH mit Sitz in Mainz, schon mitgeteilt. „Aber die gehen auf Tauchstation, haben nicht auf unser Schreiben reagiert“, so Mannaa. Auf „Freie Presse“-Anfrage hieß es in Mainz, dass der zuständige Mitarbeiter im Urlaub sei, man sich daher zu den Vorgängen nicht äußern könne.
    Reisebüro-Inhaber Mannaa hat unterdessen einen Entschluss gefasst. „Wenn die nicht weggehen“, sagt er mit Blick auf den ungeliebten Nachbarn, „dann müssen eben wir ausziehen.“

  4. 4 antifa.sozialbetrug 27. Mai 2008 um 12:57 Uhr

    Demo gegen braunen Shop – Chemnitz droht ein Chaostag

    Der Innenstadt droht ein chaotischer Freitag: Hunderte Demonstranten wollen gegen die Eröffnung eines Ladens der rechten Szene demonstrieren – die wiederum kündigte im Internet jetzt Gegenmaßnahmen an. Grund der Demo: Der seit der Wende bestehende „Waffen-Army-Shoes“ von Ex-NVA-Offizier Tobias Sch. eröffnet Freitag neu – allerdings in der Straße der Nationen. Ein Ärgernis für die Linken, denn das Geschäft vertreibt Jacken der Marke „Thor Steinar“. DGB-Chefin Heidi Becherer (51): „Diese sind bei Rechtsradikalen sehr beliebt. Solche Läden wollen wir nicht in unserer Innenstadt.“
    http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1838332

    http://antifasozialbetrug.siteboard.de/antifasozialbetrug-post-1340.html#1340

  5. 5 antifa.sozialbetrug 28. Mai 2008 um 21:32 Uhr

    Interview zur Antifa-Demo Nazis wegblasen am 30.05.08 in Chemnitz

    Am 30.05. beginnt am Chemnitzer Hauptbahnhof die 3. „Schöner Leben ohne Naziläden“ Demo um 15 Uhr. Anlass ist der Umzug des rechten Ladens „Waffen-Army-Shoes“ in die Einkaufspassage der Innenstadt, die weiteren Naziläden (PC-Records, Backstreet Noise) und die verstärkten Naziaktivitäten in Chemnitz. mehr Infos unter http://aak.blogsport.de/
    http://www.freie-radios.net/mp3/20080528-interviewzu-22652.mp3

  6. 6 aak 29. Mai 2008 um 6:48 Uhr

    Demoauflagen 30.Mai “4/4 gegen 88 – Nazis wegbassen”

    Der Polizeieinsatz des 05.03.2008 schlägt nach wie vor bei der Polizeiführung hohe Wellen, deshalb hat die Polizei eine
    “Deeskaltionstrategie” für den 30.05 angekündigt. Vorkontrollen soll es keine geben, aber wir wissen ja wie es mit “keine” Vorkontrollen aussieht.

    Was solltet ihr beachten? (Auflagen)
    Ihr solltet eure “Bewaffnung” Zuhause lassen. Das reicht vom Taschenmesser am Schlüsselbund, über Nietenarmbänder und -gürtel, Kinderscheren mit abgerundeten Spitzen oder Glasflaschen!
    Im Notfall stehen Ordner_innen bereit und können eure Gegenstände für euch aufbewahren. Am Ende der Demonstration könnt ihr die Gegenstände am Lauti wiederbekommen.
    Es herrscht Alkoholverbot auf der Demonstration!
    Wer etwas Alkoholisches trinken will, kann dies nach bzw. außerhalb der Demo tun. Betrunkene Personen werden von der Demonstration ausgeschlossen. Hunde und Fahrräder sind ebenfalls auf der Demonstration nicht erlaubt.
    Die Gesetze sind Gummi in den Händen der Polizei. Bietet daher bitte so wenig wie möglich Spielraum für Schikanen bzw. Anzeigen. Wenn es doch Stress mit der Polizei oder eventuelle Festnahmen gibt, könnt ihr den
    EA unter 0371/6513552 erreichen.

    ES WIRD EINE GROßE ERFOLGREICHE LAUTE DEMO WERDEN!

    Naziläden dicht machen! Nazistrukturen bekämpfen!

  7. 7 mucci 29. Mai 2008 um 14:14 Uhr

    Was ist den ein EA?

  8. 8 aak 29. Mai 2008 um 17:15 Uhr

    EA ist der Ermittlungsausschuß. Wenn du festgenommen wirst bzw sowas beobachtest kannst du dort anrufen deinen oder den Namen der Person sagen und der EA versucht dann mit Anwälten zu helfen.

    http://www.ermittlungsausschuss.antifa.net/sphp/index.php

  9. 9 Anonymous 30. Mai 2008 um 8:15 Uhr

    :d

  10. 10 flexo 30. Mai 2008 um 8:26 Uhr

    mist, wie soll ich denn von jetzt bis 15uhr wieder ausnüchtern…..

  11. 11 antifa.sozialbetrug 30. Mai 2008 um 9:36 Uhr

    Erster Bericht zur Lage in der City

    Massives Polizei aufkommen , alle Parkplätze weit räumig gesperrt ab 11 Uhr geht nichts mehr!

    Naziladen wird durch Polizei geschützt
    http://antifasozialbetrug.siteboard.de/antifasozialbetrug-about434.html

  12. 12 punks no dead 30. Mai 2008 um 10:06 Uhr

    heute werden wir werden wir dem naziladen zeigen was wir von ihm halten. jeder nazi den wir sehen wird angepullert werden, die bekommen unsern mittelstrahl zu spüren.

  13. 13 antifa.sozialbetrug 30. Mai 2008 um 19:18 Uhr
  14. 14 säki 30. Mai 2008 um 22:53 Uhr

    Chemnitz. Annähernd 900 Menschen haben am Freitagnachmittag gegen die Eröffnung eines Textil- und Waffengeschäfts in der Innenstadt protestiert. Der Laden an der Straße der Nationen 46 vertreibt die umstrittene Marke „Thor Steinar“, die von rechten Jugendlichen bevorzugt getragen wird. Teilnehmer der Demonstration waren vor allem junge Leute der linksalternativen Szene. Obwohl in rechten Internetforen noch am Donnerstag zu Gegenaktionen aufgerufen worden war, blieb es bis zum Abend weitgehend friedlich. Dafür sorgte auch ein Großaufgebot an Polizei: Mehrere hundert Beamte aus ganz Sachsen, Hessen und Bayern waren im Einsatz.

    „Der Verfassungsschutz sagt, mit der Marke ,Thor Steinar‘ identifizieren sich rechte Jugendliche“ sagte Hubert Gintschel, Chef der Stadtratsfraktion der Linken. „Wir haben die Pflicht vor der Geschichte, dagegen vorzugehen.“ Die Veranstalter hatten auf große Symbolik gesetzt und extra für die Kundgebung vom Stadtreinigungsbetrieb eine Kehrmaschine herbeigeschafft. Damit wollten sie die Straße der Nationen vom „braunen Dreck“ befreien.

    Parallel zu der Kundgebung vor dem Ladengeschäft setzte sich gegen 16 Uhr am Bahnhofsvorplatz ein Demonstrationszug in Bewegung, der dann über Carolastraße, Straße der Nationen, Brückenstraße, Theaterstraße, Falkeplatz und Bahnhofstraße durch die gesamte Innenstadt führte. Kurzzeitige Straßensperrungen waren die Folge. Begleitet wurde die Demo von einem Lkw, der eine 12.000-Watt-Musikanlage geladen hatte. Der wummernde Takt irritierte so manchen Passanten. „Ist das die Love-Parade von Chemnitz?“ fragte einer staunend. Unterbrochen wurde der hämmernde Rhythmus nur kurz – vor dem umstrittenen Laden selbst: Dort dröhnte das Lied vom Tod aus den Lautsprechern.

    Die Protestaktionen stieß allerdings nicht überall auf Beifall. Der CDU-Landtagsabgeordnete Peter Patt hatte sich noch Anfang der Woche in einem Brief an die Oberbürgermeisterin gewandt, mäßigend einzugreifen. Chemnitz dürfe nicht als Hochburg für Extremismus dargestellt werden, teilte er dem Stadtoberhaupt mit. Und weiter: „Die Aktionen von Blockaden und Protestmärschen schaden der Stadt mehr als sie ihr nützen.“

    Patt schlug vor, mit subtileren Methoden gegen den Laden vorzugehen – zum Beispiel, indem Druck auf den Vermieter ausgeübt werde. Eigentümer der Ladenzeile an der Straße der Nationen ist die Süweda Immobilen GmbH in Mainz. Dort wollte man sich am Freitag nicht zu den Vorgängen in Chemnitz äußern. „Kein Kommentar“, hieß es auf Nachfrage der „Freien Presse“.

    Unterdessen kündigte DGB-Chefin Heidi Becherer weitere Aktionen gegen den Laden an. „Wir werden Protestbriefe an den Vermieter schreiben, wir werden Unterschriften sammeln und wir werden das Thema in den Stadtrat bringen“, sagte sie. Gleichzeitig hoffe man auf eine Positionierung der Industrie- und Handelskammer – die liege dem umstrittenen Laden schließlich genau gegenüber.

    Von Swen Uhlig

  15. 15 säki 30. Mai 2008 um 22:55 Uhr

    ach so. der artikel ist von der freien presse.
    http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/1298647.html

  16. 16 antifa.sozialbetrug 31. Mai 2008 um 10:11 Uhr
  17. 17 flexo 01. Juni 2008 um 21:22 Uhr

    http://www.youtube.com/watch?v=WsUo2XumrUc

    sagt mir bitte, dass das video ein fake ist… das kann doch nicht euer ernst sein, wenn ihr damit den anspruch einer politischen demo erhebt.

  18. 18 nenene 01. Juni 2008 um 21:32 Uhr
  19. 19 nenene 01. Juni 2008 um 21:32 Uhr
  20. 20 nenene 01. Juni 2008 um 21:34 Uhr

    doch ist leider so indy artikel erläutert alles dazu

  21. 21 säki 01. Juni 2008 um 21:50 Uhr

    @nenene

    dieser indybeitrag ist doch ein fake. so eine schlechte rechtschreibung kenne ich auch zu 90% nur von nasenbären.
    hoffentlich gibt es bald noch einen ordentlichen beitrag zur zusammenfassung der demo gegen thor steinar, sonst muss mensch doch selbst noch was dazu schreiben.

  22. 22 Seruun 01. Juni 2008 um 22:50 Uhr

    „Teilnehmer der Demonstration waren vor allem junge Leute der linksalternativen Szene.“

    Finde es aber auf jeden Fall äußetst betonenswert, dass erfreulicherweise nicht bloß die „üblichen Verdächtigen“ auf der Demo waren, sondern auch einige ältere Menschen und „junge Leute“, die man auf einer derartigen Demo nie vermutet hätte! Das macht Hoffnung!!

  23. 23 flexo 02. Juni 2008 um 5:28 Uhr

    hm, ich war nicht da, aber von der musik und deren lautstärke ausgesehen, kann ich mir schlecht vorstellen, dass wirklich sehr viele ältere menschen dagewesen sind, selbst wenn sie die sache unterstützt hätten.

    @säki
    schlechte rechtschreibung und pauschalisierung von studenten hin oder her. die videos bestätigen die kritik voll und ganz. und solche sachen,. wie „guckt ma‘ da oben sind thor steinar träger“ und das obligatorische echo „alerta, alerta,….“ von einer öhm sagen wir mal sehr intellektuell klingenden stimme, sind doch zum totlachen. die demoleitung konnte nur gegensteuern indem sie die musik lauterdrehte. warum ist jede kritik ein fake? und waru gehst du davon aus, dass alle leute bei euch eine top-orthografie besitzen?der alerta-rufer beispielsweise, wuird größter wahrscheinlichkeit noch nicht mal seine eigenen parolen fehlerfrei schreiben können…

  24. 24 säki 02. Juni 2008 um 6:44 Uhr

    die videos bestätigen die kritik voll und ganz

    ach ja, die qualitativ hochwertigen videos, die alles super zusammenfassen. hätt ich fast vergessen. :-?

  25. 25 flexo 02. Juni 2008 um 10:48 Uhr

    nun es kann natürlich auch sein, dass sämtliche videos von nazi-verschwörern ins netz gestellt wurden, wo natürlich nur kritikwürdige sachen gelaufenn sind;) die audioqualität reicht übrigends für eine bewertung manchmal auch schon.

    meiner beschränkten meinung nach war die zielsetzung ein wenig schwammig. irgednwie ist mir nicht klar, ob es eine „abstrafdemo für das recht braune chemnitz“ oder eben eine info-demo sein sollte. für ne abstrafdemo fehlte die aggressivität (nein, ich meine keine gewalt) und für ne info-demo, wurde entschieden zu wenig infos vermittelt.

    und nun mal ne subjektive wertung: die demo wurde ja nun mal von der öffentlichkeit bemerkt, daher diskutierte auch der politisch sonst nicht gerade aktive mensch darüber. man könnte sagen, ein erfolg für euch. allerdings wurde ich von diesen menschen gefragt, ob ich denn wisse, was das da in der innenstadt sei. man nahm an, es sei so eine art loveparade. soll soviel heißen, wie dass eure botschaft ziemlich außeb vorblieb.

  26. 26 Info 02. Juni 2008 um 15:51 Uhr

    Demo gegen “Thor-Steinar-Laden”: Anekdote über das Scheitern.

    Freitag, der 30.Mai, die hiesigen Antifaschisten rufen zum Protest gegen den Chemnitzer Laden „Waffen – Army – Shoes” auf.

    Grund: Die unter Jugendlichen beliebte Marke „Thor Steinar”, welche nun auch in der Straße der Nationen käuflich zu erwerben ist.

    Wochenlang hat man seitens der Linken für dieses Spektakel geworben, Mailing-Listen der Universität zweckentfremdet, Studenten mit Pamphleten überschüttet und großspurig davon geredet, die Nazis „wegzubassen”. Von einem eindrucksvollen Protest „gegen rechts” wurde gefaselt, von antifaschistischer Entschlossenheit geträumt.

    Doch es kam wie es kommen musste. Ein Scheitern in jeglicher Hinsicht.

    15.00 Uhr, am Hauptbahnhof treffen die ersten linken Berufsdemonstranten ein. Um 16.00 Uhr soll es dann über die Karolastraße gen StraNa gehen. Doch bekanntlich verzögern sich Demonstrationen unter Umständen und so bekommen eine handvoll junge Chemnitzer, die sich neugierig unter die bereits anwesenden Antifaschisten gemischt haben, von einem Polizisten den Ausspruch zu hören: „Naja, es kann noch dauern.”

    Kein Beinbruch, hat man doch so zusätzliche Zeit, die politische Zusammensetzung der Kundgebungsteilnehmer unter die Lupe zu nehmen. Die am stärksten vertretene Gruppierung ist erwartungsgemäß die (antideutsche) Antifa, obligatorisch ausgestattet mit Israel-Fahne und niveaulosen Parolen. Begleitet werden sie von ihren geistigen und parlamentarischen Wegbereitern, in Person ihrer lokalen Spielgefährten der Linkspartei und der Jusos sowie einem kleinen Häuflein der grünen Jugend.

    Beileibe kein Grund zur Sorge für die freiheitliche Jugend der Stadt. Die Antifa und die „demokratischen” Hochschulgruppen werden es schließlich auf insgesamt knapp 450 Teilnehmer bringen.

    Interessante Kleinigkeit am Rande: Der RCDS (Ring Christlich-Demokratischer Studenten) und die Liberale Hochschulgruppe verweigerten sich der Teilnahme an der linksradikalen Manifestation. Dennoch schrieben die Linksextremen in ihren Flugblättern dass „sämtliche demokratische Hochschulgruppen” ´Mitunterstützer der Demonstration sind. Eine der zahlreichen Lügen der letzten Tage, um mehr Leute auf ihre Hetzveranstaltung zu ködern, in dem ein breites, imaginäres anti-„rechts”- Bündnis von christlich-konservativen Standpunkten bis hin zu den antiautoritär-kommunistischen Gruppen vorgetäuscht wurde.

    Einige Zeit später setzt sich der Demonstrationszug in Bewegung. Zu Klängen antideutscher Vorzeigebands wie „Egotronic” aus Berlin bewegt sich der linke Demonstrationszug durch die Chemnitzer Innenstadt.

    Stets begleitet von einem starken Aufgebot der Polizei, die an diesem Tage die linksradikalen Polizeigegner vor dem Unmut der Chemnitzer Jugend zu schützen hatte. Dennoch gelang es zahlreichen Jugendlichen immer wieder, ihre Abneigung gegenüber den linken Hetzern kundzutun.

    Vor dem neuen Standpunkt des „Waffen- Army- Shoes” stoppt die Demo für eine Zwischenkundgebung die es in sich hat. Begonnen wird diese mit „Nie wieder Deutschland” Rufen und dem Abspielen antideutscher Tanzmusik. Endlich die Maske fallen lässt auch der lokale Juso-Vorsitzender, der mit einem Redebeitrag an der Reihe ist, welcher erneut mit „Nie wieder Deutschland” Chören und lebhaftem Applaus der Antifas beendet wird.

    Interessant wäre diesbezüglich zu erfahren, wie die Jugendorganisation einer bundesdeutschen Regierungspartei ihr „demokratisches” Selbstverständnis mit der Negierung des Existenzrechts des eigenen Landes in Einklang bringen kann. Jedenfalls ist dieser Widerspruch offensichtlich kein zu thematisierendes Problem für die Chemnitzer Jungsozialisten.

    Kein Problem stellten auch die 450 Fehlgeleiteten für das Geschäft des Herrn Schneider dar. Im Gegenteil – der Laden erfreute sich regen Besuches seitens neugieriger Bürger, insbesondere natürlich der jugendlichen Bewohner der Stadt.

    Primärziel der Antifaschisten also bereits bei der ersten Zwischenkundgebung fatal gescheitert.

    Die Demonstration zieht weiter, vorbei am „Nischel”, hier kommt es zu einer Meinungsäußerung seitens rund 35 nationaler Chemnitzer, die keineswegs den Lügen der selbsternannten Demokraten auf den Leim gingen. Trotz zahlenmäßiger Überlegenheit belässt man es auf Seite der Linken beim „prollen” und tätigen homophober Äußerungen gegenüber dem politischen Kontrahenten.

    „Antifaschistische Entschlossenheit” ? – Fehlanzeige. Verbalradikalismus in Reinkultur. Wieder einmal nichts Neues also und ein erneutes Scheitern am eigenen Anspruch.

    Dann geht es weiter zum Falkeplatz. Kundgebung. Und zurück über die Zentralhaltestelle und die Brückenstraße zum Hauptbahnhof. Dann hat der sinnlose Spuk ein Ende und die größtenteils von außerhalb angereisten Linksradikalen verlassen die von ihnen belagerte Stadt. Ihre hässlichen Nachwirkungen in Form von Aufklebern sind noch am selben Abend restlos beseitigt. Ruhe kehrt wieder ein.

    Die 30 einheimischen Linksradikalen sollen Gerüchten zu Folge noch bei einem Angriff ihrerseits auf eine kleinere Gruppe nationaler Aktivisten die Härte der heutigen Zeit erfahren haben. Der Angriff scheiterte wohl bereits im Keim und die nun ängstlich dreinblickenden Antifaschisten mussten fortan wieder einmal auf den Schutz durch die von ihr doch so verhassten Staatsmacht hoffen.

    Auch hier: Nichts neues also bei den Linken in Chemnitz.

    Geredet wird in den Chemnitzer Kneipen am Spätabend noch über das „peinliche Mackertum” der angeblich antisexistischen Antifa, hier und da hört man empörte Worte über die aktive Parteinahme der Jung- SPDler für antideutsche Strukturen.

    Alles in allem ist das junge Chemnitz froh, die ungebetenen Gäste wieder vom Halse zu haben.

    Zumindest bis zum nächsten mal, wenn die Antifaschistische Aktion ihre eigene Unfähigkeit auf die Straße trägt – und dabei an allen anvisierten Zielen gnadenlos vorbeischießt und scheitert.

    Quelle: Freies Netz Chemnnitz

  27. 27 räusper...räusper... 02. Juni 2008 um 16:15 Uhr

    hab ich das jetzt gerade richtig mitgeschnitten, hier äußern sich leute über die demo, die nicht dabei waren und ihre infos über nen (höchstwahrscheinlich gefakten) indymedia-artikel, nen artikel in der freien presse und nen kurzes video auf youtube beziehen?
    also das ist ziemlich sinnlos!

    ich finde, dass der aufruf und teilweise die redebeiträge ne ziemlich gute analyse geboten haben. wenn mensch auf das angewiesen wäre, was freie presse und rote heidi hyperventiliert haben, dann wäre thor steinar eine marke, „die von rechten jugendlichen bevorzugt wird“, ungefähr so wie zB limonade und klopapier von rechten jugendlichen bevorzugt werden. die codes von thor steinar, die botschaften die klandestin transportiert werden und die strukturen die unterstützt werden sind nur auf der 4/4 gegen 88-demo angesprochen worden.
    der aufruf hat auch klar gemacht warum diese aktionsform gewählt wurde: chemnitz ist ein scheiß-dorf, da sind 12.000 watt dringend nötig um wenigstens übergansweise etwas urbanität fühlen zu können! …und übrigens zu urbanität gehört toleranz und emanzipation, ein bekackter laden der nazi-klamotten vertickt hat da nix verloren!

  28. 28 flexo 02. Juni 2008 um 20:45 Uhr

    die redebeiträge hört aber kaum ein passant. wenn dann noch so gestottert wird, wie der typ da bei youtube (jaja, ich war ni da…), der tonfall mehr oder wenig alarmistisch ist und dann immer wieder paranoide symboldeutung vorkommt, dann nimmt das leider keiner außer den „üblichen verdächtigen“ ernst. wie gesagt, der einzige erfolg liegt darin, dass ihrs mal geschafft habt ein paar leute zu mobilisieren, was eure motivation wophl ein bisschen steigern dürfte. vllt hab ich ja mit den falschen „otto-normal-bürgern“ geredet, ansonsten war eure außenwirkung gleich null. sogar auf dem campus verdrehen viele studenten die augen von man von eurer straßenparty redet

  29. 29 Seruun 02. Juni 2008 um 21:57 Uhr

    Flexo schrieb:
    „der alerta-rufer beispielsweise, wuird größter wahrscheinlichkeit noch nicht mal seine eigenen parolen fehlerfrei schreiben können…“

    ;-)

    Alerta heißt so viel wie „die Warnung“, „alarmbereit“, „wachsam“. Was ist daran verwerflich? Die Leute haben ja auch Alarm gemacht (und das nicht mit Gewalt!!) und zu Wachsamkeit aufgerufen!

  30. 30 flexo 03. Juni 2008 um 7:01 Uhr

    nunja, tippfehler sind zugegebener maßen eine schwäche von mir. ich bin oftmals zu faul, mir alles nochmal durchzulesen und die rechtschreibhüberprüfung zeigt mir sowieso nur fehler an, weil ich durchgängig klein schreibe.

    dass alerta soviel wie „achtung“ heißt weiß ich schon. aber irgendwie ist dieser warnruf ein bisschen sinnlos nachdem die demoleitung ja schon auf die gefahr (rumstehende jugendliche;)) hingewiesen hat. es ist schlichtweg ein reflex. bei antifa-demos schreit man eben alerta. ich gehe davon aus, dass eben ziemlich viele nicht wissen warum. wenn das ganze dann mit ziemlich sächsischem akzent, eher lallend und mit sehr heißerer stimme erfolgt, finde ich das ein bisschen lächerlich.

  31. 31 Seruun 03. Juni 2008 um 18:38 Uhr

    Ich dachte, du warst nicht da…Ich persönlich habe allerta nur vom MC gehört! Keine Ahnung, wie viele es wissen oder nicht (das kann keiner von uns genau sagen ;-) ) und dass es lallend gerufen werden würde, ist auch bloß ne Behauptung. Wenn ich es gehört habe, klang es eher kraftvoll, vielleicht manchmal einwenig wütend und zum Teil auch heißer, aber letzteres ist ja nicht schlimm! Es zeigt, dass der Rufer „voll dabei ist“!!

  32. 32 flexo 04. Juni 2008 um 7:00 Uhr

    jepp, so dabei, wie die besoffenen party proll, die bei „fiesta mexicana“ „hossa!“ schreien;) wie gesagt, ich war wirklich nicht da und kann deswegen nicht sagen, ob es nur ein einzelfall ist. der fakt, dass die demoleitung in solchen fällen, aber die musik lauter dreht, zeigt dass es auch leuten die auf der selben seite stehen ein wenig peinlich ist.

  33. 33 name 04. Juni 2008 um 13:45 Uhr

    @flexo

    der fakt, dass die demoleitung in solchen fällen, aber die musik lauter dreht, zeigt dass es auch leuten die auf der selben seite stehen ein wenig peinlich ist.

    du sagst doch selber das du nicht da warst woher kommt dann dieser fakt? hast du eigentlich schon mal den aufruf gelesen? da steht drin das es eine laute musikalische demo sein soll. von daher wurde niemand absichtlich übertönt sondern einfach das gemacht was angegündigt war: laut sein.
    m.e. war die musik zum teil noch zu leise. <:-p

  34. 34 flexo 04. Juni 2008 um 16:59 Uhr

    @name

    nunja, ich hab gesagt, dass ich nur vieos gesehen und erlebnisberichte gelesen habe, sowie mit einigen „otto-normal-bürgern“ geredet. auf einem video war eben die szene gewesen, dass beim ansetzen der sprechchöre sofort die musik lauter gereht wurde.

  35. 35 aak 06. Juni 2008 um 16:29 Uhr

    Am 30.05. demonstrierten zum dritten Mal mehr als 800 Personen unter der Kampagne „Schöner leben ohne Naziläden“. Das diesmalige Motto: “4/4 gegen 88 – Nazis wegbassen”

    Am 30.05. eröffnete der Laden „Waffen-Army-Shoes“ nach einem Umzug in eine der bestgelegenen Einkaufpassagen der Stadt Chemnitz neu. Das Angebot ist klar auf rechtes Klientel ausgerichtet. Schon alleine das Ladenschild wirbt nicht nur mit Waffen-Army-Shoes, sondern gleich daneben prangt das Thor Steinar Symbol – ganz nach der Art „Hier bin ich Nazi – hier darf ich sein“.
    Schon im Vorfeld der Demo gab es eine Auseinandersetzung zwischen dem Ladenbesitzer Tobias Schneider, der Stadt Chemnitz sowie den AnmelderInnen. In einem offenen Brief an die Bürgermeisterin und an die Stadträte verglich Schneider die Anti-Nazi-Demo u.a. mit dem Überfall der Nazis auf den Radiosender Gleiwitz 1939 und stellte sich auf die Stufe mit verfolgten Juden während des NS-Regimes. [Stellungnahme des Demobündnisses] Nicht nur dies zeigt doch die scheinbar psychisch gestörten Ansichten von Schneider, auch seine Einladung zum Besuch des Ladens während der Demonstration auf einschlägigen rechten Seiten zeigt, dass er doch nicht so politisch neutral ist, wie er sich gibt.
    15 Uhr war der offizielle Auftakt und es versammelten sich auf dem Bahnhofsvorplatz über 800 Menschen. Gegen 16 Uhr bewegte sich dann der Demozug in Richtung Laden. Die Demo kündigte sich durch das Lied vom Tod an und dann ging die Party erst richtig los. Alle tanzten zu den Beats der Fraktion42 über eine ¾ Stunde lang und der Laden wurde mit zwei Redebeiträgen beschallt. Wir entschuldigen uns noch einmal für den stellenweise inhaltlich falschen und schlecht formulierten Redebeitrag der Jusos.
    Nachdem für mächtig Stimmung gesorgt worden war, bewegte sich die Demo tanzend weiter zum Karl-Marx-Kopf. Hier kam es zu Sprechchören einiger Nasen, die aber durch „The Incredible Bass Machine“ (unseren Lauti) und die Rufe der DemonstrantInnen einfach nur unterging. Die Polizei war dann der Meinung unsere Gäste ausladen zu müssen, dies war dann aber relativ uninteressant für die Demo und es ging mit einem Redebeitrag, der die Unterstützung von Strukturen in lädlichen Regionen thematisierte. Dabei wurde noch einmal unterstrichen, dass diese Regionen nicht aus den Blick geraten sind und Solidarität mit den dort ansässigen Menschen wichtiger ist als eh und je.
    Die Demo wurde über den Chemnitzer Innenstadtring fortgesetzt und führte schließlich zum letzten Kundgebungsort in Höhe des Tietzes. Auf diesem Weg gab es einige verbale Auseinandersetzungen mit wenigen Rechten, aber ansonsten kam es zu keinen weiteren Zwischenfällen.
    Die Demo endete schließlich wieder am Hauptbahnhof, wo noch einmal das Letzte aus den Boxen herausgebasst wurde für einen lauten Abgang.
    Während der ganzen Demonstration herrschte zwar ein gewisses Chaos unter den OrdnerInnen und der Demoleitung, dies hatte aber keine große Auswirkung auf Demonstration selbst, die eine Größe angenommen hatte, die über den Einschätzungen der OrganisatorInnen lag.
    Da der Polizeieinsatz des 05.03.2008 noch immer bei der Polizeiführung für starke Wellen sorgt, wurde für den 30.05. die “Deeskalationsstrategie” angekündigt. Eigentlich war versprochenen wurden keine Vorkontrollen durchzuführen, aber da es die Polizei eben es einfach nicht lassen kann… Die Einheiten verhielten sich, von Einzelfällen abgesehen, aber verhältnismäßig kooperativ und kümmerten sich eher um die Nazis.
    Positiv ist das breite Bündnis zu bewerten, dass sich zwar leider erst zu diesen Anlass formierte. Weiterhin gab es eine großes Medieninteresse, dass sich in mehreren Zeitungsberichten und TV-Beiträgen und einen Livestream äußerte. Dies soll aber nicht die einzige Öffentlichkeitsarbeit gewesen sein – Wir werden dafür sorgen, dass der Sachverhalt weiterhin in der Öffentlichkeit thematisiert wird.

    Ein Dankeschön an die verschiedenen Gruppen, die Redebeiträge begesteuert und uns im Vorfeld als auch während der Demonstration unterstützt haben.

    Diese Demo hat bewiesen, dass Chemnitz nicht nur die Nazi-Lifestyle-Vertriebs Stadt ist, wie sie von vielen gesehen wird. Die Demo war ein klarer Erfolg, denn es hat nicht nur den Nazis gezeigt, dass wir ihre Szene in Chemnitz nicht dulden, sondern das wir auch viel dagegen tun können und uns die Party nicht vermiesen lassen.

    Naziläden dicht machen! Nazistrukturen bekämpfen!

  36. 36 Reys 03. Februar 2009 um 17:06 Uhr

    ich wollte mal fragen ob es den flyer „No Nazi“ auch onlein gibt

  37. 37 antifa.sozialbetrug 03. Februar 2009 um 23:21 Uhr

    „Gesicht zeigen, Naziterror stoppen“ am Samstag den 07.02.2009 in Limbach-Oberfrohna
    http://antifasozialbetrug.siteboard.de/antifasozialbetrug-about1585.html

  38. 38 Reys 05. Februar 2009 um 10:07 Uhr

    :-w ich warte auf eine antwort wegen dem flyer „No Nazis“ weg mit Thor Steinar laden der auf der demo aus geteilt wurde

  39. 39 Administrator 06. Februar 2009 um 2:49 Uhr

    info-material zu thor steinar gibt es bei http://investigatethorsteinar.blogsport.de/ ansonsten mal bei http://aak.blogsport.de/ vorbei schauen da gibt es mehr infos und kontakt zu den organisatoren.

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