let there be rock(s)

Am Mittwoch, dem 05.03.2008, fand in Chemnitz auf der Bernsdorfer Straße unweit der Reitbahnstraße 84 eine Nazikundgebung anlässlich der Bombardierung der Stadt vor 63 Jahren statt.
Spontane Gegenaktivitäten von Antifaschist_innen wurden von der Polizei mit äußerster Brutalität behindert. Mehrere Personen mussten daraufhin ambulant behandelt werden. Nicht nur das zeigt die Einseitigkeit des Polizeieinsatzes an diesem Tag. So wurde einer großen Gruppe von mit Stöcken bewaffneten Nazis ganz bewusst die Möglichkeit gegeben Gegendemonstrant_innen anzugreifen und zu verletzen.
Für uns als Projekt ist das ein untragbarer Zustand. Wenn Besucher_innen, Künstler_innen und Bewohner_innen Angst um ihre Gesundheit haben müssen, nur weil sie Nazis scheiße finden, kann sich eine vielfältige Kultur nur schwer entfalten.
Die Geschehnisse zeigen uns, dass es auch in Zukunft notwendig bleibt, sich eindeutig antifaschistisch zu positionieren und einen Rückzugsraum für Menschen, die von Nazis bedroht werden, zu bilden.
Wir werden auch weiterhin offensiv für eine emanzipatorische Gesellschaft eintreten und uns nicht von Nazis einschüchtern lassen.

Die Emanzipation des Individuums kann nur gegen die Konstukte Nation und Kapital gedacht werden.


15 Antworten auf “let there be rock(s)”


  1. 1 flexo 07. März 2008 um 13:37 Uhr

    dadurch, dass ihr dieselben abgedroschenen parolen immer und immer wieder wiederholt, ändert sich doch auch nichts. da es ne menge studenten unter euch gibt, wundert mich das niveau hier ein bisschen. einzeln gesehen haben einige von euch nämlich ein bisschen mehr im kopf als die sprechchöre oder solche pseudo-revolutionären demo-“berichte“ vermuten lassen.

  2. 2 pohrt 07. März 2008 um 21:17 Uhr

    was soll sich ändern?
    wer hat was im kopf? namen!

  3. 3 Ali Höhne says Good Bye to Mr. Wessel 07. März 2008 um 22:22 Uhr

    The Good, the Bad and the Ugly
    Geschichten aus Wildost Pt. 1000000325

    Erklärung der Antifa Chemnitz zu Polizeiübergriffen und Naziangriffen auf eine Spontandemonstration gegen Geschichtsrevisionismus in Chemnitz am 5. März

    Am gestrigen 5. März ereignete sich ein grundloser gewalttätiger Angriff der Polizei auf eine spontane antifaschistische Demonstration in Chemnitz. Dabei kam es zu zahlreichen, teils schweren Verletzungen der Demonstrant_innen.
    Nach diesem gewalttätigen Übergriff der Polizei auf die Demonstration wurde weiterhin offensichtlich, dass die Polizei entweder nicht fähig oder nicht gewillt war die Nazidemonstration unter Kontrolle zu halten. Mit Stöcken bewaffnete Nazis zogen unter den Augen der Polizei unbehelligt durch den Stadtteil Bernsdorf und griffen brutal Bürger an.

    Am späten Nachmittag des 5.3. hatten sich im Südosten von Chemnitz ca. 100 Nazis versammelt, um ihrem Opferkult zu huldigen und die Bombardierung von Chemnitz vor 63 Jahren durch die Alliierten dazu zu benutzen, die deutschen Verbrechen zu relativieren.
    Gegen 18.00 Uhr hatte sich eine spontane antifaschistische Demonstration auf der Bernsdorfer Straße in Richtung des Kundgebungsplatzes der Nazis in Bewegung gesetzt, um die bereits zwischen Wartburgstraße und Augsburger Straße versammelten antifaschistischen Demonstrant_innen zu unterstützen.
    Kaum in Bewegung, sahen sich die Demonstrant_innen mit einer halben Hundertschaft Polizei konfrontiert. Ohne jegliche Vorwarnung prügelten die martialisch wirkenden, schwarz gekleideten Polizisten auf die Demonstrant_innen ein.
    Ein Teilnehmer der Demonstration sagt dazu: „ Die Vorgehensweise der Polizei war unrechtmäßig, es gab keinerlei Kommunikation der Polizei mit unserer Demonstration, keine Frage nach einer Kontaktperson oder irgendetwas. Stattdessen wurde sofort brutal losgeprügelt. Leute wurden gegen Hauswände geschlagen und mit Füßen getreten.“

    Nach dem Übergriff auf die Spontandemonstration kam es zu weiteren Übergriffen der Polizei auf Antifas. Polizisten schlugen und traten ohne Vorwarnung und unbehelligt auf Ddemonstrant_innen ein.
    Eine Person wurde mit dem Vorwurf festgehalten, die Kamera eines Nazis zerstört zu haben.
    Nach der Auflösung der Nazikundgebung wurden die Gegendemonstrant_innen aggressiv vom Ort des Protests weggetrieben und wichen in die Bernsdorfer Strasse stadteinwärts zurück, begleitet durch einige Einsatzfahrzeuge der Polizei. Plötzlich machten diese auf der Straße kehrt. Kurz darauf griffen 30 Nazis von der Rehwitzer Straße über eine Grünfläche kommend die Gegendemonstrant_innen an. Zum Teil waren die Nazis mit Stöcken bewaffnet und prügelten mehrere Personen krankenhausreif. Unbehelligt von der Polizei konnte sich die Gruppe der Angreifer wieder zurückziehen.

    „Wahrscheinlich waren das Leute aus dem Umfeld der freien Kräfte Leipzig Borna.“, so Augenzeug_innen.

    Ob die Toleranz gegenüber Nazigewalt seitens der Polizei und die Brutalität des eigenen Einsatzes mit der alsbald anstehenden Pensionierung des Polizeieinsatzleiters Lehm zu tun hat oder eher mit Profilierungsversuchen des Ordnungsbürgermeisters und obersten Einsatzleiters Berthold Brehm ist offen. Vielleicht ja mit beidem. Ein vor der Verrentung stehender Oberpolizist durfte noch mal was erleben, wovon er in seinen Erinnerungen zehren kann und ein karrierehungriger, laut einer Internetenzyklopädie „weitgehend unbekannter“ Kommunalpolitiker und sein Wasserträger, der Chef des Chemnitzer kriminalpräventiven Rates Jürgen Hedderich, konnten Nazis zugrinsen und an Antifaschist_innen ihre repressiven Law und Order-Träume verwirklichen.

    Die bürgerlichen Demokraten führen damit ihre Ideologie einmal mehr selbst ad absurdum und spielten ihre Rolle im Spiel „The Good, the Bad and the Ugly“ mal wieder mustergültig.

    Kein Platz für Geschichtsrevisionismus!
    Deutsche Täter_innen sind keine Opfer!

  4. 4 INTIFADA 08. März 2008 um 0:37 Uhr

    Nur um mal die „Chemnitzer Antifa“ etwas zu berichtigen…es waren nach polizeilichen Angaben 190-200 Menschenfresser!
    Außerdem wurde keine zivile Bürger angegriffen sondern nur diejenigen die ausdrücklich zum Tanz baten…
    Desweiteren braucht ihr euch doch nicht über die Polizei aufregen…wär hätte euch denn sonst vor den Nazis beschützt?!
    tja das war wohl nichts mit Nazis smashen;)

  5. 5 Beobachter aus Hohenstein 09. März 2008 um 4:56 Uhr

    Interessant auch, was die Faschos schreiben:

    „“Gewalt nach Demo – Juso-Chef: So jagten mich die Neonazis” titelte die völlig unabhängige Chemnitzer Morgenpost gestern.
    “Wie man in den Wald hineinruft, so schallt’s heraus”, sagt dagegen der Volksmund dazu und beschreibt damit ziemlich genau, was dem Chemnitzer Juso Chef Christian Papsdorf (24) diesen Mittwoch wirklich wiederfuhr.

    Schön war ’s grade noch gewesen auf der Demo gegen die Gedenkkundgebung der Nazis! An die Opfer der Bombardierung der Stadt vor 63 Jahren wollten die erinnern! Pfui! Revisionismus! Aber denen haben sie es gezeigt! Klopapierrollen haben sie auf die Trauernden geschmissen und die neuen und alten Parolen skandiert. “Nie wieder Deutschland!”, “Bomber-Harrys do it again!” und “USA hilf uns doch, Deutschland gibt es immer noch!”. Hat das Spaß gemacht. Und erst die empörten Gesichter der Nazis! Ein Fest. So sieht antifaschistischer Widerstand aus! Sogar die Schweigeminute für die 42 im bombardierten Kinderheim ums Leben gekommenen Kinder hatte man erfolgreich stören können. “Heult doch!” hat er mit den Genossen gerufen und wieder Klopapierrollen geworfen. Und erst die Fressen der Nazis, als sie denen noch zuriefen “Nazis auf’s Maul!” und “Wir kriegen euch alle” und “Kommt doch rüber”! Herrlich.

    Und nun so was! Wehren die sich einfach, kommen tatsächlich. Wollen uns unsere schöne rote Fahne wegnehmen. Aber typisch Faschisten! Bloß weil man deren Kundgebung stört. Auf’s Maul, dem Pack! Aber erstmal schnell wegrennen! Irgendwas drückt auch in der Hose. Da werd ich doch nicht…! Mist. Egal. Nur schnell nach hause! Ein elendes Nazi-Nest ist das. Kann man nicht mal in Ruhe stören hier. Nur schnell die Morgenpost anrufen, die biegen das schon zurecht…“

    h**p://chemnitz.freies-netz.com/?p=264

    Die Nazis verkennen dabei in gewohnter Manier die Ursache (deutsche Kriegslust) für die Bombardierungen und damit die logischen Konsequenzen der alliierten Streitkräfte.
    Das ist das Eine und zugleich das uns allen bekannte Faschoverhalten.
    Zum Anderen muss ich denen leider recht geben.
    Ich kann einfach nicht gegen Nazis mobilisieren und verbalradikale Losungen („Wir kriegen euch alle!“) skandieren und dann rumheulen wenn ich die sogenannte Quittung erhalte… Ich kenn Chemnitz aus meiner Ausbildungszeit…anscheinend hat sich da wenig verändert.
    Als vernünftiger Mensch stellt sich mir eine Frage:
    Wieso wollt ihr Nazis zerlegen, aber regt euch auf wenn euch diese Boneheads als Antwort selber zerlegen?
    Opfer-Syndrom?
    Ich bin wirklich froh, dass ich aus der Zeit aktiver Parteinahme für diverse Dinge heraus bin.
    Vergeudete Zeit, offensichtlich.

  6. 6 flexo 09. März 2008 um 16:19 Uhr

    da muss ich recht geben. nicht nur „deutsche täterInnen“ sind keine opfer. nur wer friedlich protestiert, ist legitimiert sich über angriffe der anderen zu beschweren.

  7. 7 na klar 12. März 2008 um 16:34 Uhr

    schon mal gemerekt dass euer studenten gehabe niemanden weiterbringt?

    wie hat man hitler abgelöst?

    gewalt ist eine lösung ich befürworte sie nicht im geringsten, aber hat hier schon mal wer versucht mit nem Nazi zu reden?

    Es gibt 2 Dinge die Dagegensprechen

    1. Man gibt dem Nazi das gefühl integriert zu werden bzw. tolerieren. Was für ihn schon ein erfolg ist

    2. Es gibt 1000% eine Schlägerei wenn er nicht mehr weiter weiß
    was normal nach 2 wörter der Fall ist und zwar Sie* He*l

    Also gibt man mit reden nur Nazis zeit um ihren müll zu verbreiten.

    Desweiterein ist es ein ziemliches Problem vorallem in Chemnitz und umgebung dass keine Militanz gegenüber Nazis vorhanden ist, nur leere worte und dann rumgeheule. Wer sagt Nazis zerlegen, der sollte auch mal tun. Aber Feigheit von Studenten ist nichts neues. Mit reden kriegt man eben doch nicht alles, und das leben ist weder ein Computer, noch ein Buch die Straße gehört nicht den Nazis sondern uns

    Fight Pride

    With Boots

    World Wide

    Nur so an alle Kommunism liebhaber, er hat noch nie funktioniert und er wird es nie, es gibt nur eine Freiheit und das is die anarchie.

    Kommunismus = Faschismus

  8. 8 pohrt 09. April 2008 um 22:44 Uhr

    na klar, na klar. kommunismus = faschismus. dir müsste doch mal der schwarzschmutzige arsch etwas rot geklopft werden.

  9. 9 flexo 20. April 2008 um 12:59 Uhr

    kommunismus ist nicht faschismus, aber die meisten kommunisten sind faschisten.

  10. 10 KoksenKackenKotzen 21. April 2008 um 9:03 Uhr

    …aber die meisten kommunisten sind faschisten.

    das ist ja mal wieder ganz toll hier findet einer der freien netz nasen (http://chemnitz.freies-netz.com/blickpunkt-chemnitz/wir-klagen-an-die-den-tod-auf-chemnitz-warfen/ hier ein blick auf den hintergund von flexo) den weg ins „weltnetz“ und muss gleich mal blöd rum scheißen.
    macht doch einfach mal bei einem eurer nächsten treffen einen kapital lesekreis damit du dann weißt was kommunismus nicht bedeutet. dann hören hoffentlich endlich auch diese sinnlosen kommunismus und faschismus gleichsetzungen auf.
    ansonsten kann ich mich nur pohrt anschließen….

  11. 11 KoksenKackenKotzen 21. April 2008 um 9:18 Uhr

    ist mir gerade noch aufgefallen, lustige googleadds

    zivilschutz

  12. 12 flexo 30. April 2008 um 18:52 Uhr

    och, kkk, nicht weinen. ganz tolle recherche, dass du bemerkst, dass ich auch im fn kommentiere. ich schätze allerdings, dass du damit nun der letzte bist, der das bemerkte. das könnte vllt auch der grund sein, warum ich den selben nick benutze…

    das kapital hab ich durchaus schon gelesen und ich hab auch nicht kommunismus mit faschismus gleichgesetzt. ich würde aber sehr wohl den von stalin fälschlicherweise marxismus-leninismus genannten herrschaftsstil als faschistisch bezeichnen. und diesem ml rennen eben immernoch ziemlich viele „kommunisten“ hinterher. ich würde dich ja fragen, inwiefern du das anders siehst, aber dann kommt eh und je eine dieser „mit nazis rede ich nicht“-scheißhaus-parolen, weil „der böse flexo hat was bei fn“ geschreieben.

  13. 13 koksenkackenkotzen 01. Mai 2008 um 11:05 Uhr

    och, kkk, nicht weinen.

    *gähn*

    ich würde dich ja fragen, inwiefern du das anders siehst, aber dann kommt eh und je eine dieser “mit nazis rede ich nicht”-scheißhaus-parolen, weil “der böse flexo hat was bei fn” geschreieben.

    richtig ich habe keinen bock mit dir zu diskutieren. ganz einfach weil dein menschen bild meiner ansicht nach falsch ist. auf fn und anderen nazi seiten ließt mensch immer wieder sachen wie „der mensch ist…“ oder „sinn des lebens ist …“ sowas ist einfach falsch da jeder ein ‚opfer‘ der gesellschaftlichen umstände ist und die gesellschaft den menschen prägt (‚das sein bestimmt das bewusstsein‘). da die grundlage für deine meinung somit menschen verachtend und falsch ist brauche ich mit dir nicht weiter über kommunismus oder sonst was reden.
    ps: das ist natürlich alles verkürzt dargestellt da das thema sehr komplex ist
    pps: gerade bei fn chemnitz gefunden

    Die Menschen werde immer egoistisch handeln – das liegt einfach in ihrer Natur. Aus dem Grund können auch Kommunismus usw nicht anhaltend funktionieren.

    so eine scheiße meine ich da brauch ich nicht weiter zu reden. Da diskutiere ich lieber mit menschen die nicht so anti humanistisch eingestellt sind und dogmatischen idiologien hinterherrennen.

  14. 14 flexo 01. Mai 2008 um 16:56 Uhr

    öhm, es mag ja richtig sein, dass dieses menschenbild bei fn von einigen vertreten wird, aber wo habe ich denn ähnliches geäußert. von mir wirst du mit großer wahrscheinlichkeit nirgends wo eine äußerung a la „das geht nicht, weil der mensch nun mal dazu nicht geeignet ist.“ finden. ich würde höchstens sagen: „das geht nicht sofort, da der mensch durch massenpsychlologische faktoren gegenwärtig nicht freiheitsfähig ist.“ das einzige statische, was ich in der natur des menschen sehe ist der sexualtrieb.

  1. 1 Repressionswelle des 5. Märzs läuft an « Antifa Chemnitz Pingback am 21. Mai 2008 um 11:51 Uhr
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