Solidaritätsbekundungen

Sofort nach der Besetzung erfolgten verschiedene Solidaritätsbekundungen, nicht nur aus anderen Städten, sondern auch von der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und dem Stadtvorstand der Partei DIE LINKE.

Pressemitteilung der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Besetzung Immermannstraße: Nicht räumen sondern unbürokratische Lösung zur Nutzung finden Drucken
Donnerstag, 21. Juni 2007

Chemnitz, was hat Dich bloß so ruiniert?

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützt den gewaltfreien Protest junger Menschen, welcher in der gestrigen Besetzung eines Gebäudes auf der Karl-Immermann-Straße zum Ausdruck kam. Stadträtin Annekathrin Giegengack: „Die Jugendlichen bemühen sich seit Monaten um vom Verfall bedrohte Häuser und werden von Seiten der Stadt hingehalten. Den Unmut der Jugendlichen können wir verstehen.

Was sie wollen, kann auch für GGG und Stadt ein Gewinn werden, denn temporäre Nutzung und bauerhaltende Maßnahmen helfen von Abriss bedrohte Häuser zu bewahren. Auch andere Städte sind diesen Weg gegangen. Wir fordern deshalb GGG und Stadt auf, mit den jungen Menschen eine möglichst unbürokratische vertragliche Lösung zu finden und das Haus nicht räumen zu lassen.“

Jugendamtsleiter Pethke erklärte auf dem gestrigen Chemnitzer Jugendaktionstag, dass er sich bei der GGG für ein Viertel in Nähe des Südbahnhofes und der Universität einsetzen wolle, in dem jungen Menschen Raum für alternative Wohnformen und kulturelle Nutzung angeboten wird. „Wir hoffen, dass den Worten auch Taten folgen!“ so Giegengack.

Pressemitteilung des Stadtvorstand der Partei DIE LINKE
Der Stadtvorstand der Partei DIE LINKE. Chemnitz solidarisiert sich mit dem Anliegen der jungen Menschen, die am 20. Juni die ehemalige KPD-Gedenkstätte „Der Kämpfer“ in Chemnitz besetzt haben.
Samstag, 23. Juni 2007

Seit längerer Zeit bemühen sich Chemnitzer um Verträge für eine alternative Nutzung leerstehender Gebäude in der Stadt. Wir sehen darin eine Möglichkeit historische Bausubstanz vor dem Verfall zu retten und in Chemnitz Freiräume zur kulturellen und sozialen Nutzung zu schaffen.

Mit besonderer Freude sehen wir, dass dabei ein mit unserer Partei und der Chemnitzer Arbeiterbewegung eng verbundenes Gebäude einen neuen linken Impuls erhält. Gern unterstützen wir die geplanten Veranstaltungen welche über die politische Geschichte des Hauses informieren sollen.

Wir erwarten von der GGG, dass sie das Gebäude nicht gewaltsam räumen lässt und vielmehr gemeinsam mit den neuen Bewohnern eine konstruktive und unbürokratische Lösung für die nichtkommerzielle Nutzung des „Kämpfers“ findet. Daneben sehen wir auch die Stadt Chemnitz in der Pflicht. So hat erst am 20. Juni der Jugendamtsleiter öffentlich erklärt, dass er sich im Umfeld von Südbahnhof und Universität einen Stadtteil vorstellen kann, in dem jungen Chemnitzern Raum zur kulturellen Nutzung und für alternative Wohnformen angeboten wird.

Nico Brünler
Vorsitzender





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